„Wildernde“ Hunde in Mattersburg

Obwohl in Mattersburg an und für sich Leinenpflicht besteht, deutet bei den Bisspuren alles auf Hunde hin.

Erstellt am 30. April 2020 | 05:45
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Es war im März vergangenen Jahres, als es große Aufregung in der Jägerschaft gab: Wie die BVZ berichtete, wurden einige tote Rehe in und um Mattersburg gefunden und alles deutete auf frei laufende Hunde hin.

In der vergangenen Woche wurde die BVZ erneut kontaktiert, wobei von ähnlichen Fällen berichtet wurde: „Ich war mit meinem Jagdhund nach der Weidenbachgasse am Feldweg unterwegs, als sich mein Hund bemerkbar machte. Als ich dort hinblickte, sah ich ein Reh, das am Verenden war. Ich habe das Tier dann mit dem Taschenmesser erlöst“, erzählt ein Mattersburger Jäger. 14 Tage davor war er in der Angergasse unterwegs, bog auf den Feldweg nach der „Schinterbrücke“ in Richtung Wassserbehälter ein, wo er ebenso ein totes Reh vorfand, mit den selben Bissverletzungen. „Dies waren nicht die einzigen Vorfälle im heurigen Jahr“, berichtet der Jäger, der weiter ausführt: „Die Bissspuren stammen jedes Mal von Hunden, hierbei besteht kein Zweifel.“ Im Mattersburger Ortsgebiet besteht Leinenpflicht für Hunde.

„Anscheinend nehmen es manche Hundebesitzer mit der Leinenpflicht nicht ernst. Ich appelliere an die Mattersburger, dass sie die Hunde nicht frei herum laufen lassen. Gerade in dieser Zeit sind solche Vorfälle besonders tragisch, zumal die Muttertiere im Mai Nachwuchs bekommen“, so der Jäger abschließend.