141 neue Firmen im Bezirk Mattersburg. Im Vergleich zu 2019, wo es 191 Neugründungen gab, gab es zwar einen Rückgang, der befürchtete „Einsturz“ blieb aus.

Von Richard Vogler. Erstellt am 18. Februar 2021 (05:55)
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BEZIRK Am Sonntag, den 15. März 2020, wurde infolge der Covid-Pandemie der erste Lockdown beschlossen, mittlerweile befindet sich Österreich im dritten Lockdown.

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Wirtschaftskammer Burgenland; Foto: elenabsl/shutterstock; NÖN-Grafik: Hammerl

Die Maßnahmen haben große Auswirkungen auf die Wirtschaft. Jene Befürchtung, wonach bei den Betriebsgründungen ein großer Einbruch stattfinden sollte, tritt jedoch nicht ein. Im Jahr 2020 gab es insgesamt 141 Betriebsgründungen im Bezirk Mattersburg – 50 neue Firmen weniger als im Jahr davor.

Viele neue Firmen im Online-Handel

„Auch bei uns gab es große Befürchtungen. Die für diese Krisensituation große Anzahl an Betriebsgründungen hat uns sehr überrascht“, berichtet Christian Schriefl, um weiter auszuführen: „Die Gründungen ziehen sich durch alle Bereiche – Friseur, Fleischhacker, Gewerbe, Nagelstudio, etc. Im Bezirk Mattersburg gibt es zwei auffällige Punkte: Der Anteil der Frauen bei den Gründern ist gestiegen, viele neuen Firmen gibt es beim Online-Handel. Die Gründer haben sich ihr Geschäftsmodell an die Rahmenbedingungen angepasst. Einer, der erst vor kurzem den Weg in die Selbständigkeit antrat, ist Florian Reisner aus Loipersbach. Vater Otto Reisner gründete die Firma, die KFZ-Reparatur-, Spengler- und Lackierarbeiten durchführt, vor rund 30 Jahren. Im Jänner dieses Jahres übernahm Sohn Florian den Betrieb.

„Natürlich gab es ein gewisses Maß an Verunsicherung, sich in Zeiten von Corona selbständig zu machen. Dennoch, es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, berichtet der 23-jährige Florian Reisner.