Tschank gegen Plank: Kurioser Prozess um Ex-Moderator. Ex-Radioliebling Feri Tschank erstattete Anzeige gegen Robert Plank. Dieser soll ihn mit dem Rollstuhl angefahren haben.

Von Bettina Eder. Erstellt am 08. März 2017 (11:52)
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Wüste Beschimpfungen soll Robert Plank gegen den ehemaligen Radio- und Fernsehmoderator Feri Tschank beim Bella Italia 2016 ausgesprochen haben – so weit sind sich beide einig. Was sonst noch passiert ist, das soll diese Woche das Bezirksgericht Mattersburg klären.

Am Bella Italia soll der körperlich beeinträchtigte Plank Tschank mit seinem elektrischen Rollstuhl lautstark verfolgt haben. Ab da gehen die Geschichten auseinander: Plank, der zugibt geschimpft wie ein Rohrspatz zu haben, betont, dass er mit seinem Rollstuhl „auf sich aufmerksam gemacht habe“.

Tschank wiederum spricht von einer „Attacke“. Er sei von Plank mit dem Rollstuhl angefahren worden: „Wir sind regelrecht geflüchtet. Das war keine Bagatelle. Ich habe so was noch nie erlebt.“

Feri Tschank: „Da hört sich alles auf!“

Besonders erzürnt war Tschank, da sein dreijähriger Sohn und seine Frau, die ihr Baby am Arm hatte, dabei waren. „Da hört sich alles auf. Es gibt Grenzen –  auch für Behinderte. Da kann man sich nicht alles erlauben, sondern muss sich benehmen können. Mein Sohn hat heute noch Angst vor Rollstuhlfahrern“, so Tschank.

Tschank betont weiter: „Ich bin noch nie so grauslich beschimpft und attackiert worden und das, obwohl ich dem Mann nie was getan habe.“ Das sieht wiederum Plank anders. Er will von Tschank 2010 angefahren worden sein. Plank dazu: „Ich hab ihn erkannt. Er hat Fahrerflucht begangen. Ich habe mir das Bein gebrochen und musste ins Spital.“

Tschank dazu: „Das war ich nicht und es ist auch bekannt, wer es tatsächlich war. Aber er beharrt darauf und macht mich seit Jahren überall schlecht. Ich habe nie wirklich darauf reagiert, aber ich lass‘ mir meinen Buben nicht traumatisieren.“ Der Vorfall am Bella Italia hat das Fass nun zum Überlaufen gebracht.