Antau setzt Maßnahmen gegen Krähen

Viele Äcker und Felder werden seit Jahren von Krähenschwärmen zerstört. Nun wurden Maßnahmen gesetzt. 390 Krähen dürfen jährlich von Jägern erlegt werden.

Erstellt am 05. Juni 2019 | 04:33
Lesezeit: 1 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7597759_mat23mn_kraehen1.jpg
Die Überpopulation der Krähen ist schon seit einigen Jahren ein großes Problem für die Landwirte. Nun wurden Maßnahmen ergriffen.
Foto: BVZ

Nicht zum ersten Mal haben Landwirte und Ackerbesitzer Probleme mit großen Krähenschwärmen. In Antau kämpfen die Bewohner bereits seit knapp fünf Jahren mit der Überpopulation der Rabenvögel.

„Seit fünf Jahren haben wir das Problem mit den vielen Krähenschwärmen. Die Vögel pecken unter anderem den Weizen und den Kukuruz auf und zerstören somit viele Äcker und Felder unserer Landwirte“, zeigt sich Bürgermeister Adalbert Endl verärgert.

„Wir glauben, dass sich die Anzahl der Krähen in den vergangenen Jahren verdreifacht, wenn nicht sogar vervierfacht hat."

Doch die Überpopulation sei noch nie so hoch gewesen, wie dieses Jahr: „Wir glauben, dass sich die Anzahl der Krähen in den vergangenen Jahren verdreifacht, wenn nicht sogar vervierfacht hat. So kann das auf keinen Fall weitergehen“, berichtet der Antauer Ortschef.

Nun war es an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, um nicht jedes Jahr mit zerstörten Äckern und Feldern rechnen zu müssen. Seitens der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg und der Landwirtschaftskammer wurde den Jägern aus dem Umkreis vor Kurzem bewilligt, dieses Jahr noch 390 Krähen zu erlegen.

Maßnahmen waren notwendig

„Diese Zahl wird vorab genau berechnet. Je nach Bestand der Vogelart ist die Zahl höher beziehungsweise niedriger. Die Vogelart soll ja nicht gefährdet werden“, erklärt der Bioberater der Landwirtschaftskammer, Ernst Praunseis.

Diese Bewilligung beschränkt sich nicht nur auf Antau. Sie gilt für die Gemeinden des gesamten Wulkabecken mit Antau und den umliegenden Ortschaften. „Die Erlaubnis bekamen wir zwar die letzten Jahre auch, jedoch war die erlaubte Anzahl nie so hoch wie dieses Jahr“, so Endl.