Hilfsaktion für die Ukraine in Mattersburg, Walbersdorf und Draßburg

Erstellt am 03. März 2022 | 06:00
Lesezeit: 3 Min
Günther Kroiss initiierte eine Hilfsaktion. Vom Florianihof wurde die Einrichtung von 100 Hotelzimmern zur Verfügung gestellt.
Werbung

Auch in der Bezirkshauptstadt gibt es Hilfsaktionen für die Ukraine. Initiator ist der ehemalige Stadtpfarrer Günther Kroiss, der einen Bezug zur Ukraine hat: Er koordiniert für den Verein 2getthere gemeinsam mit der Caritas Hilfsprojekte für Kinder in der Ukraine. Am Wochenende organisierte er bereits mit Feuerwehren aus dem Eisenstädter und Neusiedler Bezirk Spendenaktionen, durch die einige Sattelschlepper, beladen mit Hilfsgütern, nach Uschhorod fahren.

Am Montag stellte sich Florianihof-Chef Klaus Glavanics in den Dienst der guten Sache: Kroiss nahm mit ihm Kontakt auf, ohne zu zögern entschloss er sich, nicht mehr benötigte Einrichtung der Hotelzimmer zur Verfügung zu stellen. Rasch fanden sich mehrere Freiwillige, die am Montag beim Abbau mithalfen, und binnen weniger Stunden konnte der Lkw beladen werden. Bürgermeisterin Claudia Schlager organisierte kurzerhand Bauhof-Mitarbeiter, die halfen.

Auch die Pfadfindergruppe Mattersburg sammelte Sachspenden für die Ukraine. Aufgrund der hohen Anzahl der Spenden, mussten Lagerräume geschaffen werden. Stadtrat Andreas Feiler stellte daraufhin seinen Schweinestall als Notfalllager zur Verfügung und packte selbst mit an. Ebenfalls stellte er seinen Traktor samt Anhänger bereit.

„Ich freue mich, dass ich meinen Beitrag zur Hilfe für die Ukraine leisten kann“  Stadtrat Andreas Feiler

„Ich freue mich, dass ich meinen Beitrag zur Hilfe für die Ukraine leisten kann. Einfach großartig, wie alle für eine gemeinsame Sache zusammengreifen“, so Feiler. Dienstagvormittag war Kroiss gemeinsam mit Florian Tremmel vom Verein 2getthere, Martin Jaidl von der Feuerwehr Schützen am Gebirge und dem Draßburger Bürgermeister Christoph Haider in einem Feuerwehrauto in Richtung Ukraine unterwegs.

„Wir werden sehen, wie sich die Sache entwickelt, es kann sein, dass wir über Nacht bleiben“ 
Stadtpfarrer Günther Kroiss

„Wir werden uns dort mit Botschaftsmitarbeitern treffen und versuchen, die Hilfslieferungen zu koordinieren“, berichtete Kroiss. Wie lange die drei dort sein werden, war zu diesem Zeitpunkt noch offen. „Wir werden sehen, wie sich die Sache entwickelt, es kann sein, dass wir über Nacht bleiben“, so Kroiss. Hieß es vor Kurzem noch, dass der ehemalige Leiter des Sozialprojektes „Mein Laden“, der Draßburger Bürgermeister Christoph Haider, in die Baubranche wechselt, so haben sich seine Pläne angesichts des Ukraine-Krieges kurzfristig geändert.

„Ich habe mich so entschieden, weil ich das große Leid der Menschen und ganz besonders der vielen unschuldigen Kinder sehe und ich in dieser Form am besten helfen kann.“
Bürgermeister Christoph Haider

Haider wird leitender Koordinator der Spendentransporte. „Ich habe mich so entschieden, weil ich das große Leid der Menschen und ganz besonders der vielen unschuldigen Kinder sehe und ich in dieser Form am besten helfen kann.“ Vergangenes Wochenende unterstützte auch die Gemeinde Draßburg die Spendenaktion von Pfarrer Kroiss. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr, unter der Koordination von Jochen Zsilla, wurden 15 Kleinbusfuhren Decken, Schlafsäcke, Matratzen und vieles andere zum Sammelzentrum ins Feuerwehrhaus Siegendorf gebracht.

Werbung