Spielplatz-Kritik in Mattersburg: „Kümmern uns darum“

„Unwürdig“ präsentiere sich der Spielplatz in der Schärfstraße in Mattersburg – Mängel seien rasch behoben worden, so die Bürgermeisterin.

Erstellt am 30. September 2021 | 05:17
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Foto: BVZ

Gemeinderat Peter Pregl von der Liste Zukunft Mattersburg (LZM) zeigte vor Kurzem in den sozialen Medien Fotos vom – aus seiner Sicht – desolaten Zustand einiger Spielgeräte auf dem Spielplatz in der Dr. Adolf Schärfstraße, nachdem er, aufgrund von Beschwerden, die ihn erreichten, sich selbst ein Bild der gemeldeten Mängel machen wollte.

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Vor Ort. Peter Pregl von der Liste Zukunft Mattersburg (LZM) vor der provisorisch geflickten Schaukel. Bei einem Lokalaugenschein am Dienstag zeigte sich der Spielplatz in einem perfekten Zustand.
zVg/Artner

„Ich war geschockt. So ein Spielplatz in diesem Zustand für einen Bezirksvorort ist eine Schande“, schrieb er. „Viele Geräte wurden nur provisorisch repariert und/oder schon sehr lange nicht kontrolliert, anders kann ich mir diesen Zustand nicht erklären.“ Dieser komme nicht von heute auf morgen.

Bei einigen Geräten sah er sogar Gefahr in Verzug: „Schrauben stehen heraus, Bretter sind morsch. Aber am gefährlichsten sind die vielen Kleinteile wie die Schrauben, welche auch von den Kindern verschluckt werden können.“

Bürgermeisterin Ingrid Salamon (SPÖ) sieht in den Aussagen von Gemeinderat Peter Pregl bereits eine Art vorgezogenen Wahlkampf. „Wir sind verpflichtet, dass wir die Spielgeräte einmal pro Jahr von einer professionellen Fachfirma überprüfen lassen. Das passiert natürlich. Wir kontrollieren auch in regelmäßigen Abständen selbst. Oftmals ist es auch so, dass uns Eltern anrufen und uns auf Mängel aufmerksam machen.“

„Bereits alle Mängel behoben“

Nahezu im selben Moment, in dem Pregl die Fotos hochgeladen hat, seien auch schon Mitarbeiter des Bauhofes zum Spielplatz gefahren und hätten die Schäden behoben.

Die Fotos mit den Mängeln seien zwar korrekt, sagt Bürgermeisterin Salamon auf Anfrage der BVZ. Den Vorwurf, der erhoben wird, dass sich die Stadt nicht darum kümmern würde, weist sie jedoch vehement zurück. „Sobald uns diesbezüglich etwas bekannt wird, richten wir es auch. Das ist überhaupt keine Frage, allein auch schon aus versicherungstechnischen Gründen.“