Kamera entlarvte Täter auf frischer Tat. Seit 2013 zerkratzte ein Pöttschinger sechsmal die Autos der Nachbarsfamilie. Ein Verfahren beim Bezirksgericht ist anhängig.

Von Richard Vogler. Erstellt am 19. September 2018 (04:27)
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Autokratzer
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Seit kurzem kann eine Pöttschinger Familie wieder ruhig schlafen. Über einen längeren Zeitraum wurden ihre Autos in der Nacht zerkratzt, als Täter stellte sich nun der Nachbar heraus.

Kratzspuren unterhalb des Autofensters

Zur Vorgeschichte: Im Jahre 2013 wurde der erste Fall bemerkt, als man in der Früh die Kratzspuren unterhalb des Autofensters bemerkte. Die vergangenen Jahre über fanden vier weitere dieser Taten statt. Sstets mit dem selben Muster, zerkratzter Autolack unterhalb des Fensters und immer ereigneten sich die Vorfälle in der Nacht. Die Betroffenen installierten schlussendlich eine Videokamera und diese nahm die sechste Tat auf.

DNA-Proben stimmen überein

Bei der Einvernahme gestand der Mann die letzte Tat, die anderen wurden geleugnet, DNA-Proben von einem der anderen Vorfälle stimmen jedoch mit jenem des Täters überein.

Der Mann hat sich bislang nichts zu Schulden kommen lassen. Über die Beweggründe für die Beschädigungen, die der 78-Jährige begangen hat, herrscht noch Unklarheit. Gemutmaßt wird, dass sich der Mann in seiner Ruhe gestört gefühlt hat – eines der Familienmitglieder ist Musiker und kam öfters während der Nacht nach Hause. Aktuell ist bereits ein Verfahren beim Bezirksgericht Mattersburg anhängig. Es wird derzeit versucht, das Verfahren durch eine Diversion zu erledigen. Das kann bedeuten, dass der Beschuldigte den Sachschaden bezahlen muss und das Verfahren wird eingestellt, oder er muss zusätzlich eine Geldbuße leisten, oder gemeinnützige Leistungen erbringen. Jedenfalls muss er die Verantwortung für die Straftaten übernehmen. Erfüllt er alle Aufträge, so wird das Verfahren gegen ihn eingestellt, es kommt zu keiner Verhandlung und er hat keine Vorstrafe.