Parkverbot schlug hohe Wellen

Verbotstafel Abgestrafter Heurigenbesucher zog Gültigkeit von Parkverbotsschild in Zweifel.

Erstellt am 10. Juni 2017 | 05:20
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Das fragliche Schild in der Kommerzialrat Karl-Markon-Straße.
Foto: Judith Jandrinitsch

Die Gebäude einiger Heurigenbetriebe auf der Hauptstraße erstrecken sich bis zu ihrer Parallelstraße, der Kommerzialrat Karl-Markon-Straße; viele Gäste parken daher auch hier, um vom Hintereingang das Lokal ihrer Wahl zu betreten. Allerdings ist das Halten- und Parken nur auf der verbauten Seite der Karl-Markon-Straße erlaubt.

Gast regte sich über das Parkverbot auf

Ein Gast des Heurigenlokals Hauer, schreibenderweise für ein Boulevardmedium tätig, fühlte sich von einer fast vis-a-vie vor dem Heurigenlokal Hauer zusätzlich aufgestellten Halte- und Parkverbotstafel nicht angesprochen, parkte sich ein und kassierte einen Strafzettel. Seinen Unmut darüber machte er in seiner Zeitung Luft, mit am Zeitungsbild: Heurigen-Seniorchef Karl Hauer.

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Dieser ärgert sich: „Der Gast hat sich aufgeregt, nicht ich. In dem Bericht hat es den Anschein, als würde ich über das Parkverbot herziehen.“ Zuletzt tauchte auch noch das Gerücht auf, dass es sich bei der Karl-Markon-Straße um einen Güterweg handeln würde und daher die Tafeln keine Gültigkeit hätten.

Ob Güterweg oder nicht, ist hier irrelevant

Bezirkshauptmann Klaus Meszgolits erklärt dazu: „Für das Aufstellen von Halte- und Parkverbotstafeln ist es völlig unerheblich, ob es sich um einen Güterweg handelt oder nicht. Wenn Verordnungen auf einem Güterweg nicht gelten würden, dann könnte ja jeder darauf mit 300 km/h dahinbrausen. Der einzige Unterschied zu einer Gemeindestraße liegt darin, wer die Straße erhält - bei einem Güterweg kommt dafür eine Güterwegegemeinschaft auf, bei einer Gemeindestraße nur die Gemeinde.“ Auch sonst haben die Tafeln, die korrekt am Beginn und am Ende der Karl-Markon-Straße aufgestellt sind, ihre Berechtigung.

Auch, wenn Bürgermeister Dieter Posch erklärt: „Die Tafeln hat bereits mein Vorgänger aufgestellt, für deren Gültigkeit ist das aber unerheblich.“

Und Meszgolits bestätigt: „Laut Mitteilung der Gemeinde ist es so, dass am Beginn und am Ende der Verbotszone entsprechende Schilder stehen. Ob jetzt mitten in der Verbotszone ein Schild steht oder nicht ist für deren Gültigkeit ohne Bedeutung. Es ist eine andere Frage, ob die Pfeile darauf sein sollten oder nicht. Man könnte dieses Schild als Serviceleistung der Gemeinde betrachten, um noch einmal darauf aufmerksam zu machen, dass die Parkverbotszone in der ganzen Straße gilt. Ich habe den Polizeibericht noch nicht, aber vorbehaltlich hat die Sache seine Richtigkeit“