Hundebesitzer in Mattersburg sind alarmiert. Auf zwei Kilometer lag Wurst, Fleisch und Speck am Wegrand. Hundebesitzer brachten Fundstücke zur Polizei. Giftköder-Verdacht nicht bestätigt.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 21. Mai 2021 (04:15)
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Wer entsorgt Speck wie diesen am Rande eines Feldwegs? Bei den Hundebesitzerinnen schrillten die Alarmglocken. Sie befürchteten, dass jemand Giftköder ausgelegt haben könnte.
Foto: privat, Foto: privat

„Ich war mit einer Freundin und unseren Hündinnen spazieren“, berichtet Lisa Ollram im Gespräch mit der BVZ. Am vergangenen Feiertag waren die Frauen auf einem Feldweg im Bereich Angergasse/Anton-Steiger-Gasse/Dr. Hans Paul-Gasse unterwegs gewesen.

„Plötzlich zog die Hündin meiner Freundin ein Knabbernossi aus dem Gras!“

Knabbernossi im Gras: „Das ist auffällig!“

Hundert Meter weiter lag das nächste Würstel im Grünen. „Das ist auffällig“, sagt die Hundebesitzerin.

Als dann ihre Hündin einen Speckwürfel aus dem Unkraut am Feldwegrand zog, beschlossen die beiden Frauen, die Hündinnen nach Hause zu bringen und sich danach weiter auf die Suche nach verdächtigen Fleischstücken zu machen.

„Auf einer Strecke von zwei Kilometern war Fleisch verteilt“, berichtet Lisa Ollram. Neben Knabbernossi und vergammeltem Speck lag auch rohes Fleisch im Gras.

„In der Früh war uns das noch nicht aufgefallen“, sagt die Hundebesitzerin, die an diesem Tag schon einmal auf der Spazierroute unterwegs gewesen war.

„Das Fleisch muss untertags hingelegt worden sein.“

Weil die Frauen beunruhigt waren – die Fleischfunde hätten ja auch Giftköder sein können – brachten sie die Fundstücke zur Polizei.

Dort wurden Würstel, Speck und rohes Fleisch in Augenschein genommen. Es gab keine Hinweise auf eine Verunreinigung mit giftigen Substanzen oder eine Präparierung mit Glasscherben oder Rasierklingen.

Von einer weiterführenden Untersuchung wurde abgesehen. Seitens der Polizei wird empfohlen, bei verdächtigen Funden die Veterinärbehörde bei der Bezirkshauptmannschaft zu verständigen bzw. die Polizei.

Lisa Ollram und ihre Freundin beobachteten die Hündinnen nach dem Vorfall besonders genau. „Beide hatten Fleischstücke im Maul gehabt“, bestätigte Lisa Ollram. Zum Glück trugen die Tiere keinen Schaden davon. „Es geht ihnen gut“, bestätigte die Mattersburgerin.