Jugendzentrum „boomt“ in Mattersburg. Im Gebäude der ehemaligen Sonderschule werden täglich zwischen 30 und 40 Kinder betreut.

Von Richard Vogler. Erstellt am 08. Mai 2019 (04:00)
Richard Vogler
Bei der Pressekonferenz. Myroslav Rusyn (Caritasdirektor Transkarpatien/Ukraine), Sozial-Landesrat Christian Illedits, Vereinsobmann Günther Kroiss, Bürgermeisterin Ingrid Salamon und HAK-Direktor Andreas Hackstock berichteten über die Vereinstätigkeiten.

Der Verein „2get there“ wurde Ende der 1990er-Jahre im Rahmen eines Maturprojektes aus der Taufe gehoben. 19 Jahre später ist er zu einer Institution geworden: In den Räumlichkeiten der ehemaligen Sonderschule bei der HAK ist dort nun ein Nachhilfe- und ein Jugendzentum installiert.

Die Kinder kommen nach Unterrichtsschluss ins Lernzentrum und werden dann von Betreuungspersonen gefördert. Diese Lernhilfe kann von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 13 bis 17 Uhr in Anspruch genommen werden.

Dieses Jahr haben sich bereits 60 Kinder angemeldet – viele davon mit Migrationshintergrund. Zwischen 30 und 40 Kinder kommen täglich hin.

Dabei steht nicht nur das Lernen für die Schule im Mittelpunkt, ein besonderes Augenmerk wird auch auf soziales Lernen gelegt. „Das Lernzentrum „2getthere“ hilft den Schülerinnen und Schülern damit nicht nur ihre schulischen Leistungen zu verbessern, sondern trägt auch maßgeblich zu deren Integration bei“, berichtet Vereinsobmann Günther Kroiss. Neben der Hilfestellung für Kinder aus dem Bezirk Mattersburg, engagiert sich der Verein für hilfsbedürftige Kinder in der Ukraine. In Kooperation mit der BHAK/HAS Mattersburg und der Fußballakademie Mattersburg etwa wurden Schul- und Sachspenden für Kinder in der Ukraine gesammelt, deren Väter ihr Leben im Krieg verloren haben. Außerdem werden kriegsbetroffene Kinder aus der Ukraine in der 2. Septemberwoche 2019 nach Mattersburg in die Fußballakademie zu einem Fußballcamp eingeladen.