Pendler sehen in Mattersburg Rot. Mehr Sicherheit für Fußgänger, aber auch viel Kritik, so die Bilanz der ersten Woche der Ampelkreuzung.

Von Jessica Bauer, Doris Fischer und Bettina Eder. Erstellt am 30. November 2016 (05:19)
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„Eine sehr komische Kreuzung! So in etwa ein etwas kurioser Verschnitt von halbem Kreisverkehr und mehrspurigen Zu-, Ab- und Wegfahrstreifen. Und das Ganze noch ‚verfeinert bzw. garniert‘ mit wechselnden Rot-Gelb-Grün Lichtspielen“, so äußerte etwa ein Pendler genauso wie viele anderen seinen Unmut über die neue Ampelregelung im Netz.

Dort, in der Arena selbst, und auf allen Mittags- und Stammtischen der Region hatte es in den ersten Tagen nach Eröffnung der Kreuzung viele Diskussionen gegeben. Die Bodenmarkierung sei verwirrend, vor allem bei den Ausfahrten der Arena zur Kreuzung gibt es aufgrund der kurzen Ampelphasen immer wieder kurze Stauzonen. Die Abbiegespur von Mattersburg kommend sei viel zu kurz und verursache dadurch, vor allem im Pendlerfrühverkehr, einen Rückstau.

Baudirektion: „Keine Beschwerden“

Denn in der Früh geht Richtung Arena oft nichts mehr. „Jetzt stehen die Autos schon bis zum zweiten Kreisverkehr“, beschreibt Franz Fuhl fest, der vom Fenster aus täglich auf die Kolonnen blickt. Er arbeitet beim Autohaus Wohlmuth, gegenüber der Arena und ärgert sich jeden Tag: „Das ist eine große Geldverschwendung.“

„Meiner Meinung nach hatte die alte aber auch die neue Variante ihre Vorteile, denn die Abfahrt zur Arena ist nun weniger stauanfällig. Jedoch habe ich schon von vielen Seiten gehört, dass es zu Staus innerhalb der Arena kommt“, so auch der Mattersburger Andreas Neugebauer.

Die Stadt setzt auf mehr Sicherheit bei der Kreuzung

Seitens der Stadtgemeinde ist man positiv gestimmt und rät den Kritikern, man soll der neuen Situation eine Chance geben, denn nun ist die Kreuzung viel sicherer. Aus polizeilicher Sicht gab es keine Einsätze. Zwar hätten laut Walter Kurz, Kommandant der Polizeiinspektion Mattersburg, Leute über den Notruf angerufen, dass sie bereits zehn Minuten vor der roten Ampel warten würden und diese nicht auf grün umschalten würde. „Dabei haben die Verkehrsteilnehmer vergessen, bis zur Haltelinie vorzufahren.

Erst dann schaltet die Ampel um“, so Kurz, der von Erprobungsphase spricht. Seitens der Baudirektion ist man mit der Ampelanlage sehr zufrieden: „Bei uns selbst sind keine Beschwerden eingegangen, doch wir haben die Diskussionen auf Facebook mitbekommen und auch die Grünphasen an den relevanten Ampeln verändert“, so Wolfgang Heckenast

 

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