Pfuscher als Dieb im Bezirk Mattersburg?

Rumänischer Fliesenleger nahm Mörtelquirl und Fliesenschneider mit und soll auch seine Ex-Freundin bestohlen haben.

Erstellt am 21. November 2021 | 06:32
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Foto: APA (Symbolbild)

Wegen zweier Diebstähle musste sich ein 41-jähriger rumänischer Staatsbürger mit Wohnsitz im Bezirk Bruck an der Leitha diese Woche vor Gericht verantworten.

Er hatte am 22. Jänner 2014 zuerst seiner Ex-Freundin in Neudörfl einen Computer samt Bildschirm und Tastatur sowie vier Reifen weggenommen und dann in Pöttsching einem Auftraggeber, bei dem er im Pfusch Fliesen verlegen sollte, einen Mörtelquirl und einen Fliesenschneider gestohlen.

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Dann war er in seine Heimat gereist.

Die Ex-Freundin und der Auftraggeber erstatteten Anzeige. Mit fast acht Jahren Verspätung kam es nun zum Prozess.

Der Angeklagte, der jetzt wieder in Österreich lebt, behauptete, seine Ex-Freundin habe ihm den Computer und die Reifen geschenkt.

Und die Arbeitsgeräte habe er mitgenommen, weil ihm der Auftraggeber den Arbeitslohn schuldig geblieben sei.

Der Angeklagte habe bei ihm nur wenige Quadratmeter Fliesen verlegt, so der Auftraggeber aus Pöttsching.

An dem betreffenden Tag im Jänner 2014 habe ihn die Ex-Freundin des Angeklagten angerufen und ihm berichtet, dass ihr Computer verschwunden sei.

„Ich dachte mir, vielleicht fehlt bei mir auch etwas“, so der Zeuge.

„Ich fuhr heim. Es fehlten ein Quirler und die Fliesenschneidemaschine.“

Den Quirler habe er von einer Baufirma ausgeborgt gehabt, die Fliesenschneidemaschine von einem Freund. Er habe diesem Freund nach dem Verschwinden des Geräts 350 Euro zahlen müssen.

„Ich war dem Angeklagten nichts schuldig“, sagte der Zeuge. 100 Euro habe er für die bereits erfolgten Arbeiten der Ex-Freundin des Angeklagten gegeben.

Der Prozess wurde auf Dezember vertagt, weil die Ex-Freundin des Angeklagten ihrer Zeugenladung nicht gefolgt war. Ihr Aufenthaltsort soll ausgeforscht werden.