Direktorin in Pension. Luzia Eitzenberger ging nach 43 Dienstjahren in den Ruhestand. Als Lehrerin und Direktorin gestaltete sie die Schule mit.

Von Sandra Koeune. Erstellt am 16. November 2018 (03:38)
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Abschied. Luzia Eitzenberger erhielt zum Abschied zahlreiche Geschenke.
zVg

Nach 43 Dienstjahren ist Luzia Eitzenberger anfang November in den Ruhestand gegangen und wurde von ihren Kollegen, Schülern, Eltern herzlich verabschiedet.

„Im Turnsaal wurde mein Abschied gefeiert, die Kinder haben mir ein Gedicht aufgesagt und jede Klasse hat mir eine riesige Blume gebastelt. Diese schmücken jetzt meinen Stiegenaufgang“, schwärmt Eitzenberger. Von Anfang an war für sie klar, dass sie gerne Lehrerin werden würde. „Ich wollte und würde, hätte ich noch einmal die Wahl, nie einen anderen Beruf wählen. Jedoch bin ich auch froh, dass ich jetzt im Ruhestand bin. Da ich starke Kritik an den Gesetzesänderungen im Bildungswesen hege“, ergänzt Eitzenberger. Von 1975 bis 1979 unterrichtete sie in Bad Sauerbrunn, dann folgte der Wechsel nach Neudörfl. Hier unterrichtete sie bis 2008 und wurde anschließend Direktorin. „Ich habe alle Schulstufen unterrichtet und fünf Durchgänge gehabt von der ersten bis vierten Klasse. Als Lehrerin weiß man über die Probleme der Schüler Bescheid. Als Direktorin habe ich versucht, über die Probleme aller Kinder und auch Lehrer Bescheid zu wissen. Ich habe stets versucht für meine Kollegen da zu sein“, so die ehemalige Direktorin.

Als Gemeindevorstand und Geschäftsführerin der gemeindeeigenen GesmbH hat Eitzenberger die Volksschule Neudörfl grundlegend mitgeprägt. Von 2012 bis 2013 wurde die Volksschule für rund 2,2 Millionen Euro rundum erneuert. „Als Direktorin wusste ich genau, was die Schule brauchen würde. Die Volksschule hatte bei den Neuerungen großes Mitspracherecht.“

Nach wie vor bleibt Eitzenberger Geschäftsführerin der „Marktgemeinde Neudörfl Errichtungs-, Beteiligungs- und Betriebs GmbH“ und hat, bis was anderes beschlossen wird, die interimistische Leitung des Martinihofes. Somit wird sie sich auch im Ruhestand nicht langweilen. Jedoch freut sich die Hobbygärtnerin, wieder mehr Zeit für ihren eigenen Garten zu haben. Auch ihrem Hobby stricken will sie „wenn sie dann mal Zeit hat“ nachgehen. Jedoch ist klar, dass sie sowohl die Schüler, als auch die Schule vermissen, wird: „Die Schule war mein Leben. Es gibt für mich nichts Schöneres, wenn ein Kind auf einen zuläuft und einen umarmt, das ist für mich Erfolg“, berichtet sie stolz.