„Dani“ nun Pächterin des Wirtshaus Schwentenwein. Chef Josef Schwentenwein in Pension, Dania Arslan nun Chefin. Für die Gäste wird sich nichts ändern.

Von Richard Vogler. Erstellt am 27. März 2019 (04:08)
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Übergabe. Wirt Josef Schwentenwein mit Pächterin Dani Arslan, die bereits seit 2008 die Gäste bewirtet.
Wohlfarth

Betritt man das Walbersdorfer Wirtshaus Schwentenwein, so fühlt man sich in alte Zeiten zurückversetzt. Ein alter Holzboden, eine „Budl“ wie sie früher gang und gebe war, Wirt Josef Schwentenwein mit den Gästen im Plausch und Kellnerin Dani Arslan mit dem Tablet gschwind unterwegs.

Das „Schwenti“, wie das Wirtshaus auch genannt wird, hat zweifelsohne von den zahlreichen Schließungen der Mattersburger Gastronomieeinrichtungen profitiert, denn die Frequenz dort hat die letzten Jahre stark zugenommen. Und seit kurzem ist auch der Fortbestand gesichert – Wirt Josef Schwentenwein ging in Pension und Dani Arslan fungiert nun als Pächterin des Wirtshauses.

„Es gibt nicht mehr viele Wirtshäuser im Bezirk, was sehr schade ist. Dafür ist es umso erfreulicher, dass es bei uns weiter geht“, erzählt Josef Schwentenwein, um weiter auszuführen: „Die Wirtshäuser sind immens wichtig, sie sind eine Art Kommunikationszentrum. Die Leute wollen zusammenkommen und über Gott und die Welt sprechen. Aus diesem Grund gibt es bei uns auch keinen Fernseher. In ein Wirtshaus passt kein TV.“

„Im Grunde ändert sich nichts. Ich werde die Gäste auch weiter bewirten und Josef Schwentenwein wird mich im Wirtshaus unterstützen“

Für die Gäste bleibt trotz der neuen Pächterin alles beim Alten. „Im Grunde ändert sich nichts. Ich werde die Gäste auch weiter bewirten und Josef Schwentenwein wird mich im Wirtshaus unterstützen“, hält Dani Arslan fest. Arslan ist seit dem Jahre 1998 in der Gastronomie. „Ich wollte mich eigentlich beim Segafredo für einen Job als Putzfrau bewerben. Als ich dort war, hat mich Hermi Kremsner gefragt, ob ich nicht kellnern will. Von ihr habe ich dann sehr viel lernen können“, erzählt Arslan.

Nach dem Segafredo arbeitete sie in der ehemaligen Martinischenke, ab 2008 parallel beim Schwentenwein zusätzlich und als die „Schenke“ im Jahre 2013 zusperrte, dann Vollzeit in Walbersdorf.

„In der Martinischenke war ich Speisekellnerin und mir hat Hermann Michlics im Service-Bereich sehr viel beigebracht.“ Ihr Job beim Schwentenwein ist mit jener in der Martinischenke jedoch nicht vergleichbar. „In der Schenke hatte ich nur sehr wenig Kontakt zu den Personen im Lokal. Hier habe ich mit den Gästen jedoch sehr viel Kontakt – das ist das Schöne an meiner Arbeit. Ich bin von unserem Chef und von den Gästen hier auch gleich von Beginn weg ganz herzlich und familiär aufgenommen worden.“

„Ich denke, dass es sehr wichtig ist, der Blasmusik eine Plattform zu geben"

Beim Schwentenwein findet mehrmals im Jahr der „Musikantenstammtisch“ statt. „Ich denke, dass es sehr wichtig ist, der Blasmusik eine Plattform zu geben, um sich zu präsentieren, da sie ein Bestandteil unserer Kultur ist“, so Schwentenwein abschließend. Der nächste Musikantenstammtisch findet am 6. April (19 Uhr) statt, wobei die „Zsammgsuacht‘n“ aufspielen werden.