Ehrenzeichen des Landes Burgenland: Hohe Auszeichnung für Susi Hackl

Erstellt am 03. März 2022 | 05:16
Lesezeit: 4 Min
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Landtagsabgeordnete Melanie Eckhart und Stadtrat Andreas Feiler gratulierten Susi Hackl zur Verleihung des Ehrenzeichens des Landes Burgenland.
 
Foto: zVg
Ermutigen, ermächtigen, wertschätzen sind die Leitmotive von Susi Hackl bei ihrer Tätigkeit in der Evangelischen Frauenarbeit. Jetzt wurde ihr für ihr Engagement das Ehrenzeichen des Landes Burgenland verliehen.
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Die Wertschätzung, eines der drei Leitmotive von Susi Hackl, wird zugleich auch das zentrale Thema der Evangelischen Frauentage sein, die im Mai in Mörbisch und Oberschützen stattfinden. „Mir ist es ein sehr großes Anliegen, dass man einander wertschätzt“, sagt die Walbersdorferin. „Denn die Wertschätzung beinhaltet eigentlich schon alles andere. Wenn man einander wertschätzt, hilft man einander, teilt miteinander, feiert miteinander.“

Seit 1998 ist Susi Hackl Vorsitzende der Evangelischen Frauenarbeit Burgenland, seit der letzten Legislaturperiode ist sie zudem im Leitungsteam der Evangelischen Kirche Burgenland. Für ihre Arbeit dort und für ihr allgemeines Engagement in der Gesellschaft wurde sie bereits im vorigen Jahr für das Ehrenzeichen des Landes Burgenland vorgeschlagen. „Der Vorschlag alleine heißt aber noch nicht, dass man es dann auch tatsächlich überreicht bekommt. Insofern war die Verleihung eine sehr freudige Überraschung.“

„Sie ermutigt zum Beispiel Frauen, ihren Glauben zu leben.“

Die Evangelische Frauenarbeit, beschreibt Susi Hackl, hat ein sehr umfangreiches Aufgabenspektrum. „Sie ermutigt zum Beispiel Frauen, ihren Glauben zu leben. Sie bildet Frauen; Frauenarbeit ist zugleich immer auch Bildungsarbeit. Und sie versucht Gemeinschaft herzustellen und zu stärken.“ Das macht sie unter anderem mit den bereits erwähnten Frauentagen und mit Begegnungstagen. Am morgigen Freitag wird es wieder den jährlichen Ökumenischen Weltgebetstag der Frauen geben. „Dieser wird seit mehr als 130 Jahren am ersten Freitag im März weltweit gefeiert. In Österreich gibt es ihn seit siebzig Jahren.“

Susi Hackl wird ihn in der Evangelischen Kirche in Pöttelsdorf verbringen (Beginn ist um 18:30). „Wir begehen diesen Tag abwechselnd in den Evangelischen und Katholischen Kirchen Walbersdorf und Pöttelsdorf. Da das Bethaus in Walbersdorf etwas kleiner ist, haben wir ihn heuer allerdings, um die Abstandsregeln einhalten zu können, nach Pöttelsdorf verlegt.“ Der Blick beim diesjährigen Weltgebetstag wird nach England, Wales und Nordirland gerichtet, erklärt Hackl. „Anschließend wird es deshalb auch ein kleines englisches Buffet mit Tee und Kuchen geben.“ Rund 30 Gemeinden im Burgenland feiern heuer den Ökumenischen Weltgebetstag der Frauen. In Gols und in Pinkafeld wird es auch einen für Kinder geben.

„Die Wertschätzung beinhaltet eigentlich schon alles andere. Wenn man einander wertschätzt, hilft man einander, teilt miteinander, feiert miteinander.“
Susi Hackl, Vorsitzende der Evangelischen Frauenarbeit Burgenland

Die Ökumene, also die Zusammenarbeit der verschiedenen christlichen Konfessionen, die bei diesem Weltgebetstag im Zentrum steht, ist Susi Hackl und der Evangelischen Frauenarbeit ein wichtiges Anliegen. „Mit den katholischen Frauen pflegen wir ein sehr gutes Verhältnis. Nicht nur der Weltgebetstag, sondern auch Bildungsveranstaltungen oder Ausstellungen werden gemeinsam von uns vorbereitet, organisiert und gefeiert.“
Auch mit anderen Frauenorganisationen steht Susi Hackl in einem engen Kontakt.

„Ich konnte dadurch sehr viele engagierte Frauen kennenlernen.“
Susi Hackl

„Da ich jetzt schon seit einiger Zeit in diesem Bereich tätig bin, hat sich ein sehr breites Frauennetzwerk gebildet. Ich konnte dadurch sehr viele engagierte Frauen kennenlernen.“ Im Ehrenzeichen, das zwar Susi Hackl persönlich verliehen wurde, sieht sie deshalb auch die Arbeit, die das gesamte Team der Evangelischen Frauenarbeit geleistet hat, ausgedrückt. „Das habe ich meinem Team auch gesagt. Wir machen das natürlich alles miteinander, sowohl die manuelle Arbeit wie auch die Denkarbeit. Wenn wir unsere Hauptthemen formulieren, geht das nur gemeinsam.“

So wurde in der Evangelischen Kirche heuer „Schöpfung“ als Themenschwerpunkt gewählt. „Dazu wird ein Begegnungstag stattfinden, bei dem unter anderem über gutes und vor allem gerecht verteiltes Essen gesprochen wird. Unsere Beauftragte für ‚Brot für die Welt‘ wird über Armut, Landraub, Billigprodukte und alles, was in diesem Zusammenhang steht, referieren. Und die Frauen der Lafnitztaler Bauernspezialitäten werden gutes Essen servieren und über ihre Philosophie berichten.“

Ihren Vorsitz bei der Evangelischen Frauenarbeit hat Susi Hackl zumindest noch bis 2024 inne. In diesem Jahr wird die Evangelische Kirche Burgenland zugleich 100 Jahre.

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