Gemeinderat-Urgestein Gerdenitsch dankt ab. Ernst Gerdenitsch tritt für die LZM zwar bei den Gemeinderatswahlen an, mit Platz 10 ist ein Mandat nicht möglich.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 31. August 2017 (05:06)
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Polit-Urgestein. Ernst Gerdenitsch lässt die Jugend vor.
BVZ, zVg

Seit 1996 ist Ernst Gerdenitsch politisch tätig, weil er sich – wie er selbst sagt – immer für kleine Parteien interessiert hat. Bei den kommenden Gemeinderatswahlen ist sein Name auf der Liste Zukunft Mattersburg (LZM) nur mehr an zehnter Stelle zu finden, damit geht sich kein Mandat mehr aus.

Für die FPÖ war er 25 Jahre im Gemeinderat

„Ich war 25 Jahre lang für die FPÖ im Gemeinderat. Johann Tschürtz hat mich damals gefragt, ob ich mich nicht für Walbersdorf aufstellen lassen möchte. Ich war als Nummer drei gereiht. Auch der Sigi Steiner war dazumal schon dabei“, erzählt er.

Als 2015 die komplette Mattersburger Gruppe wegen Differenzen mit der Landespartei aus der FPÖ austrat, gründeten Peter Pregl, Uwe Hauer und ich die LZM, die jetzt mit Pregl als Nummer eins zur Wahl antritt“, spricht Gerdenitsch über seinen politischen Werdegang.

Der 62-jährige Betriebsprüfer des Finanzamtes Eisenstadt geht mit 1. Oktober in Pension. „Die LZM erwartet sich zwei bis drei Mandate. Meine lange Zeit im Gemeinderat genügt, die Jugend soll die Arbeit jetzt weitermachen. Das ist der Grund, weshalb mein Name auf der Liste so weit hinten steht“, gibt er freimütig nach so vielen Jahren zu. Gerdenitsch wird weiterhin für die Liste tätig sein, aus der aktiven Arbeit will er sich aber aus Altersgründen zurückziehen.

Habe genug Arbeit als Feuerwehr-Verwalter

„Langweilig wird mir in Zukunft sicher nicht werden“, ist das Polit-Urgestein Gerdenitsch überzeugt, denn er ist seit 24 Jahren Verwalter bei der Freiwiligen Feuerwehr Walbersdorf. Und diese Tätigkeit, das weiß er aus langjähriger Erfahrung, ist sehr zeitintensiv.