Kindergartenpädagoge: Allein unter Frauen. Martin Strobl fühlt sich als einziger männlicher Betreuer im Team des Kindergartens Walbersdorf pudelwohl.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 09. März 2017 (03:59)
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Einziger Mann. Martin Strobl arbeitet im Kindergarten Walbersdorf als Integrationlspädagoge.
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Als Kindergartenpädagoge in einer Frauendomäne zu arbeiten macht Martin Strobl nichts aus. Der 20-jährige Mattersburger ist seit Kurzem Integrationspädagoge in einer 17-köpfigen Gruppe im Walbersdorfer Kindergarten und damit der einzige Mann im Team von insgesamt fünf Kolleginnen. „Als ich in der Hauptschule war, wusste ich noch nicht genau, in welches Berufsfeld ich später einmal einsteigen möchte“, erzählt Strobl.

Durch einen guten Freund seiner Eltern wurde er auf die Ausbildung zum Kindergartenpädagogen in der BAKIP Wiener Neustadt aufmerksam und begann sich für diese Schule, die er nach fünf Jahren mit Matura abschloss, zu interessieren.

„Das Faszinierende und gleichzeitig Schöne an meinem Beruf ist für mich, dass man die Kinder während einer Phase begleiten darf, wo sie enorme Entwicklungsschritte machen und diese auch deutlich sichtbar sind“, zeigt sich der junge Mattersburger begeistert. Er sieht auch keinen Unterschied vom Verhalten der Kinder.

Dass er der einzige Mann ist, ist er gewohnt

„Also ich denke, dass die Kinder mit mir zufrieden sind. Sie verhalten sich meiner Meinung nach mir gegenüber genauso wie zu den Kolleginnen“, ist er überzeugt. Dass er der einzige Mann im Team ist, ist für ihn nichts Neues mehr, „Das bin ich schon von der Schule her so gewöhnt“, sagt er.

„Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist, dass ich den Kindern sowohl pädagogisch als auch spielerisch Wissen vermitteln kann“, ist sein Prinzip.

In seiner Freizeit engagiert sich der junge Mann, der später – „aber das hat noch Zeit“ – auch einmal eigene Kinder haben möchte, bei der Freiwilligen Feuerwehr Mattersburg und beim Roten Kreuz.