Problemfall Amtsärzte in Mattersburg

Erstellt am 25. Februar 2022 | 06:54
Lesezeit: 2 Min
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In Mattersburg ist die Amtsärztin lediglich einen Tag pro Woche an der Bezirkshauptmannschaft. Foto: Shutterstock
Foto: BVZ
In Mattersburg musste die pensionierte Amtsärztin mit einem Sondervertrag wieder „zurückgeholt“ werden.
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Die Tätigkeiten eines Amtsarztes sind eine umfangreiche Angelegenheit. Diverse Umständen führten dazu, dass es immer wieder Probleme gibt, diese Stellen auch zu besetzen. Von Seiten der Landespresseabteilung wird zwar folgendes festgehalten: „Derzeit werden alle Bezirkshauptmannschaften - mit Ausnahme der BH Oberwart - durch eine Amtsärztin bzw. einen Amtsarzt betreut. Eine Servicierung der BH Oberwart erfolgt durch niedergelassene MedizinerInnen auf Honorarbasis“ - in der Praxis stellt sich die Situation jedoch anders dar. Bestes Beispiel ist der Posten an der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg: Josefine Weninger trat im Juli des Vorjahres ihren Ruhestand an. Die übliche Ausschreibung des Landes für den Posten brachte keinen Nachfolger. Auch ein Gespräch mit einer Allgemeinmedizinerin brachte keinen Erfolg. Die Folge: Weninger wurde aus dem Ruhestand „zurückgeholt“ und zwar mit einem Sondervertrag auf ein Jahr. Die Medizinerin ist nun einen Tag in der Woche, acht Stunden, vor Ort. Angesichts der umfangreichen Aufgabengebiete der Amtsärzte eine unbefriedigende Lösung.

Die Situation im Burgenland: Auf der Homepage der Burgenländischen Landesregierung sind die Amtsärzte aufgelistet (Stand 10. Februar 2022). An den BHs plus Magistraten Eisenstadt und Rust sind drei unbesetzte Stellen angeführt.

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