Ein Drittel weniger Erdbeer-Ernte

Die Wiesener Erdbeerbauern Michael Habeler und Christoph Ramhofer blicken zurück auf eine schwierige Saison.

Erstellt am 07. August 2021 | 05:54

Die Erdbeerernte in Wiesen begann heuer aufgrund des kühlen und niederschlagsreichen Frühlings um drei Wochen später. Das wirkte sich letztendlich auch auf die Ernte aus. „Unser Resümee lautet: Es war ein sehr schwieriges Jahr“, sagt Michael Habeler, Erdbeerbauer aus Wiesen. Auf drei Hektar Freiland und einem Hektar Folientunnel werden beim traditionsreichen Familienunternehmen „Habeler Sonnenobst“ seit vielen Jahrzehnten Erdbeeren angebaut. „Die vielen Frostnächte und generell die kühle Witterung im Frühling sowie die befürchtete Hitze während der Ernte haben uns sicher dreißig Prozent der Ernte gegenüber dem Vorjahr gekostet. Wenn die Ernte so spät wie heuer beginnt, sodass man in den Juni hineinkommt, sind die hohen Temperaturen mit über dreißig Grad immer ein Riesenproblem.“

Die Qualität der Früchte hat darunter nicht gelitten, sondern war, wie man es von den Wiesener Ananas-Erdbeeren gewohnt ist, ausgezeichnet. „Der Geschmack war dadurch, dass weniger Niederschlag war, sehr intensiv und auch sehr aromatisch. Alleine an der Größe der Frucht hat es heuer ein wenig gefehlt. Aufgrund der Hitze bekommt die Pflanze ‚Stress‘ und geht sozusagen in ein Notprogramm. Dann wird auf einmal jede Frucht rot, egal ob groß oder klein.“ Die geringere Größe der einzelnen Früchte mache letztendlich auch einen Teil des Unterschieds in der Gesamterntemenge aus. Momentan ist Habeler dabei seine Folientunnel für die Herbsternte der Ananas-Erdbeeren zu bepflanzen. „Je nach Witterung geht Ende August, Anfang September die Ernte wieder los.“

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Christoph Ramhofer von „Obstbau Ramhofer“ bezeichnet die heurige Erdbeerernte, die Ende Juni abgeschlossen wurde, als durchschnittlich. „Es war keine Spitzenernte, aber auch keine schlechte.“ Die Ursachen dafür sind naturgemäß dieselben wie bei Michael Habeler. „Die kalte Phase im Frühjahr hat den Erntebeginn um drei Wochen hinausgezögert. Durch die große eintretende Hitze sind die Früchte sehr schnell reif geworden und haben deshalb nicht die gewohnte Größe entwickelt.“ Mit der Qualität ist aber auch Ramhofer zufrieden – und nicht nur er: „Die Rückmeldungen der Kunden waren alle sehr positiv.“

Eine Herbsternte im Folientunnel wird es auch bei Familie Ramhofer wieder geben, zum dritten Mal bereits. Mit der Bepflanzung wurde schon begonnen. „Im September erwarten wir dann die ersten reifen Früchte.“ Parallel dazu wurden auch schon Jungpflanzen für das nächste Jahr gepflanzt. „Wir setzen jedes Jahr neue junge Erdbeerpflanzen aus. Dadurch wird die Qualität erhalten.“