Gräben gegen zu schnelles Fahren

Erstellt am 23. August 2018 | 06:20
Lesezeit: 3 Min
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Oben: Claudia Schweiger und Alois Artner machten sich vor Ort ein Bild.
Foto: BVZ
Autos können auf dem nicht asphaltierten Scarpantiaweg aufsitzen. FPÖ sieht darin Schildbürgerstreich.
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„Vor Kurzem verständigten mich – als Gemeinderätin und Ortsparteiobfrau der FPÖ – einige Bürger des Keltenberges, Grund war, dass Bürgermeister Matthias Weghofer bauliche Maßnahmen an einem Seitenweg veranlasst hatte“, erzählt Claudia Schweiger der BVZ.

Offensichtlich zur Verkehrsberuhigung – es fahren aber dort, laut Schweiger, nur bis zu sechs Pkws täglich und es herrscht ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern – ließ der Ortschef von den Gemeindearbeitern auf dem Weg Gräben ausheben, sodass manche mit ihren Autos schon aufgesessen sind.

„Diese Maßnahme ist für uns einem Schildbürgerstreich sehr ähnlich, vor allem weil sie ohne Wissen der Anrainer getätigt wurde“, ärgert sich die FPÖ-Ortsparteiobfrau, die sich gemeinsam mit Gemeinderat Alois Artner ein Bild an Ort und Stelle machte. Bürgermeister Matthias Weghofer und Siedlungsobmann Peter Reeh sehen das aber nicht so. Der Ortschef sagt dazu: „Auf dieser Schotterstraße fahren einige viel zu schnell.“

"Um den Weg zu asphaltieren, müssten sich aber Gemeinde und die 15 Anrainer die Kosten teilen."Peter Reeh

Die Siedler sind an uns herangetreten, hier etwas zu unternehmen. Wenn sich alle einig sind, werden wir die Straße asphaltieren – 50 Prozent zahlt die Gemeinde, 50 Prozent die Anrainer.

Zur Verkehrsberuhigung und damit das Regenwasser abfließen kann, haben wir dort jetzt Vertiefungen auf der Straße graben lassen. Siedlungsobmann Peter Reeh schildert die Situation: „Es handelt sich hier um den Scarpantiaweg, das ist ein Güterweg mit Fahrverbot, ausgenommen Anrainer.“ Früher fuhren hier täglich 70 bis 80 Autos pro Tag durch. Manche davon, besonders die Lieferdienste, waren sehr schnell unterwegs, was zu einer hohen Staubentwicklung führte. Aufgrund dessen ergriff Reeh die Initiative und schlug Fahrbahnerhöhungen zur Geschwindigkeitsreduzierung vor.

„Aber diese halten nicht auf Schotterstraßen. Um den Weg zu asphaltieren, müssten sich aber Gemeinde und die 15 Anrainer die Kosten teilen. Jetzt zog man Gräben, um die Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren. Bei diesen kann man, wenn man ein Auto mit geringem Bodenabstand fährt, leider aufsitzen“, schildert er.

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