Kreative Meisterin der Krippe. Margareta Trimmel wünschte sich zeitlebens, eine Krippe zu bauen. Sie lernte und arbeitete hart, heute leitet sie die Kurse.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 24. Dezember 2017 (05:05)
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Kunstvoll. Diese Krippe zeigt nicht nur die Geburt, sondern auch die Auferstehung. Die Ideen gehen Margareta Trimmel, hier mit Ehemann Josef, nicht aus.
BVZ, Jandrinitsch

Eine Krippe mit den eigenen Händen bauen, das wünschte sich Margareta Trimmel schon, als sie noch aktiv im Berufsleben stand und als Helferin im Kindergarten arbeitete. Auf die Idee, selbst eine Krippe zu entwerfen, brachte sie Margarethe Schumlitsch, die den Krippenbau in Wiesen initiierte.

Um das Krippenbauhandwerk von der Pike auf zu lernen, absolvierte Margarete Trimmel einen Krippenbaukurs in Innsbruck. Vier Jahre lang fuhr sie eine Woche in Tirols Landeshauptstadt zum Kurs. Seit 2002 ist sie geprüfte Krippenbaumeisterin.

An die Prüfung erinnert sich Margareta Trimmel heute noch. „Ich musste eine Krippe nach den Regeln des österreichischen Bundesverbandes bauen. Dabei bekam ich vorgegeben, wie die Krippe auszuschauen hatte“, erzählt die Krippenbaumeisterin. Dabei hat sie eines gelernt: „Man muss als geprüfte Krippenbauerin erklären können, wie eine Krippe von der Größe und der Dimension passt. Die Optik und die Proportionen sind wichtig.“

Arbeit mit Kindern besonders wichtig

Diese Erkenntnisse versucht sie gemeinsam mit ihrem Mann Josef Trimmel, ebenfalls geprüfter Krippenbaumeister, an ihre Schülerinnen und Schüler weiter zu geben. Besonders gerne arbeitet sie mit Kindern. „Wir helfen den Kindern beim Ausschneiden, aber beim Schindeln sind Kinder viel geschickter als Erwachsene, weil sie einfach nicht so viel nachdenken, sondern einfach tun.“

Mit ihrer Phantasie und ihrer Kreativität baut Margareta Trimmel das ganze Jahr über Krippen. So gibt es Ganzjahreskrippen, oder auch Osterkrippen, die als Motiv die Auferstehung zeigen. Was ihr wichtig ist: „Eine Mauer kann ruhig schief werden. Ich mag keine Puppenhäuser. Hauptsache ist, dass die Kursteilnehmer selbst kreativ werden.“