Landesprämierung 2019: Zwei Sieger im Bezirk. Obstbau Habeler aus Wiesen (dreimal) und Brennerei Stockvogler aus Marz (fünfmal) räumten in insgesamt acht Kategorien ab.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 20. März 2019 (04:00)
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Produzent des Jahres. Der Familienbetrieb Habeler aus Wiesen durfte sich heuer schon das dritte Mal über diese Auszeichnung freuen.
Hafner

Im Kulturzentrum Eisenstadt ging die diesjährige Landesprämierung für Saft, Nektar, Sirup, Most, Essig, Edelbrand und Likör über die Bühne. Diese wird seit 1994 abgehalten.

121 Betriebe reichten heuer Proben ihrer Produkte zur Bewertung ein. Vierzehn Sortensieger und sieben Landesieger wurden ermittelt.

Jährlich wird auch die Auszeichnung „Produzent des Jahres“ vergeben. Diese Auszeichnung ging 2019 an Obstbau Habeler aus Wiesen, somit kann sich der Familienbetrieb schon das dritte Mal über diese Auszeichnung freuen.

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Bei den Landessiegern holte der Wiesener Betrieb in der Kategorie Destillate mit einem Himbeerlikör eine Auszeichnung, ebenso wie bei den Sortensiegern, wo er mit einem Johannisbeernektar den Stockerlplatz belegte.

„Die Freude ist natürlich groß, da solche Auszeichnungen die Qualität und die ganzjährige Arbeit honorieren. Wenn man bei der Prämierung seine Produkte einreicht, hofft man natürlich insgeheim, dass man am ‚Siegertreppchen‘ stehen darf. Wer Produzent des Jahres wird, kann man dennoch nie im Vorhinein wissen. Somit ist die Überraschung auf alle Fälle wieder gelungen. Um diese Auszeichnung zu erhalten, ist es notwendig, in mindestens drei verschiedenen Landessiegerkategorien je ein Produkt einzureichen.

Wichtig ist dann im nächsten Schritt bei der Verkostung dafür möglichst viele Punkte zu erhalten. Im Idealfall ist dies die Goldmedaille mit 20 Punkten. Aus allen eingereichten Produkten wird die Gesamtpunktzahl ermittelt. Der Betrieb mit den durchschnittlich meisten Punkten erhält den Titel ‚Produzent des Jahres‘“, so Hannelore Habeler.

"Wir stehen in direktem Kontakt mit unseren Kunden"

Als Direktvermarkter verkauft er seine Produkte im eigenen Hofladen, am Verkaufsstand, auf Bauernmärkten und in regionalen Spezialitätengeschäften. „Das heißt, wir stehen in direktem Kontakt mit unseren Kunden. So dürfen wir uns besonders während der Erntezeit immer wieder über lobende Worte bezüglich sonnengereifter und qualitativ hochwertiger Früchte freuen“, so die Chefin weiter. Der Schwerpunkt des Betriebes wird wie bisher im Beeren- und Steinobstanbau liegen.

In Zukunft möchte er weiterhin nicht nur Frischobst anbieten, sondern sich auch im Bereich der Obstverarbeitung weiterentwickeln, um die Wünsche der Kunden weitestgehend erfüllen zu können. „Besonders jetzt im Frühjahr, wenn die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und alles wieder zu blühen beginnt, arbeitet man gerne draußen in der Natur. Wenn daraus Früchte entstehen, die beim Kunden begehrt sind, dann ist das bestimmt die größte Freude“, schließt Hannelore Habeler ab.

Stockvogler holte gleich fünf Sortensiege

Über gleich fünf Auszeichnungen bei den Sortensiegen konnte sich die Destillerie Stockvogler aus Marz freuen: Mit einem roten Williamsbirnenbrand, einem Quittenbrand, einem Tresterbrand Muskat, mit einem Williamsbirnenbrand Strong und einem Elsbeerengeist holte sie Stockerlplätze.

„Die Landesprämierung zählt zu den bedeutendsten Events am Obstsektor im Burgenland. 537 Proben von 121 Betrieben wurden heuer von einer Fachjury bewertet. 21 Prozent Gold-, 36 Prozent Silber- und 27 Prozent Bronzeauszeichnungen sprechen eine klare Sprache. Heimische Obstbauern sind top in der Veredelung ihrer Produkte. Das große Produktspektrum und die Vielzahl der Einreichungen spiegeln die Vielfalt der heimischen Landwirtschaft wider“, so Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich.

Der Burgenländische Obstbauverband zählt an die 24 Mitglieder. Präsident ist Johann Plemenschits aus Klostermarienberg. Die Führung der Geschäfte obliegt Tibor Vertes. Im Rahmen der Landesprämierung fanden auch die Krönungen der neuen Obstkönigin Nina Denise Nikles und der Obstprinzessin Celina Spat statt.