Zagersdorf

Erstellt am 07. Dezember 2018, 04:27

von Sandra Koeune und Sigrid Janisch

Kabel falsch verlegt. Da Katasterplan nicht mit Natur übereinstimmt, wurde das Stromkabel teilweise falsch verlegt. Rund 50 Betroffene auf der Trasse.

Die drei Windräder produzieren eine Nennleistung von rund 7 Megawatt.  |  BVZ

Ein Windpark in Zagersdorf sorgt Jahre nach seiner Eröffnung für Ärger. Der Grund: Die Stromkabel, die von den Windrädern in Zagersdorf nach Mattersburg verlegt wurden, liegen nicht wie geplant: „Es hat sich herausgestellt, dass die Katasterpläne und die Natur nicht mehr übereinstimmen“, erklärt Gerald Schwentenwein von der zuständigen Planungsfirma „Schwentenwein Baubetreuungs GmbH“.

Seit April 2016 sind die drei Windräder der Betreiberfirma „ECOwind“mit Sitz in Niederösterreich in Betrieb. Die rund 16 Kilometer lange Kabeltrasse verläuft durch die Ortschaften Mattersburg, Marz, Zemendorf-Stöttera, Draßburg, Antau und Zagersdorf.

Der Fehler sei aufgefallen, nachdem die verlegten Kabel geometrisch vermessen wurden.

„Dabei hat sich herausgestellt, dass sich die Wege teilweise verschoben haben, entweder durch Witterung oder durch die Bewirtschaftung. Die Lage der Wege passt mit den Katasterplänen nicht mehr überein“, lässt Schwentenwein wissen. Als Folge mussten neue Dienstbarkeitsverträge zwischen der niederösterreichischen Betreiberfirma ECOWind und den Grundeigentümern geschlossen werden. „Insgesamt sind rund 50 Grundeigentümer betroffen. Bei den meisten gibt es bereits solche Verträge. Diese ändern sich durch die Verschiebung nur inhaltlich“, so Schwentenwein. Lediglich ein Grundbesitzer wollte kein Kabel unter seinem Grund verlaufen haben und reichte eine Besitzstörungsklage ein. Der Grundstückbesitzer wollte jedoch kein Kommentar zu dem Fall geben.

„Dieses Teilstück wird nun bis spätestens 31. Jänner 2019 verlegt“, erklärt Schwentenwein abschließend.