Gemeinde hat Interesse an Commerzial-Bank-Gebäude

Die Gemeinde Zemendorf-Stöttera denkt über eine Ersteigerung des Bank Gebäudes der Commerzialbank nach. Weiters werden Kanal- und Straßenarbeiten verrichtet.

Erstellt am 02. Januar 2021 | 04:34
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Das Gebäude der Commerzialbank in Zemendorf-Stöttera wurde bewertet und zur Versteigerung angeboten.
Foto: zVg

Die Budgetplanung in der Gemeinde Zemendorf-Stöttera steht schon fest. Auch auf das ehemalige Bank-Gebäude wurde ein Blick geworfen. Im Zuge der Konkursabwicklung der Bank wurden auch die Liegenschaften bewertet und zur Versteigerung angeboten. Die hiesige Bankstelle, die 2014 gebaut worden ist, wurde mit€ 847.000,- bewertet. Bei einer Besichtigung des Gebäudes kamen Vertreter der Gemeindeverwaltung zur Ansicht, dass die Räumlichkeiten im Erdgeschoss den Anforderungen eines Gemeindeamtes entsprechen würden.

Gegenüber dem vorgesehenen Neubau auf dem kürzlich erworbenen Grundstück Wr. Neustädterstraße 22-24 könnte man die Planungs- und Bauphase umgehen. Die Gemeinde Zemendorf-Stöttera hat deshalb beim Masseverwalter schriftlich ihr Kaufinteresse deponiert. „Die Gemeinde Zemendorf-Stöttera konnte erfreulicherweise den Schaden durch die plötzliche Schließung der Commerzialbank abwenden. Über die beauftragte Rechtsvertretung der Gemeinde Zemendorf- Stöttera, Held Berdnik Astner & Partner Rechtsanwälte GmbH, wurde beim Masseverwalter eine Forderungsanmeldung mit einem Aufrechnungsangebot eingebracht.

Nachdem dieses Angebot im Zuge eines Sondierungsgesprächs vom Masseverwalter angenommen wurde, wurde das Guthaben der Gemeinde Zemendorf-Stöttera von 312.780,- Euro (Stand 15. Juli 2020) mit den offenen Darlehen in der Höhe von 394.480,- Euro gegengerechnet. Der Differenzbetrag in der Höhe von 81.698,16 Euro wurde dem Masseverwalter bereits überwiesen und die Konten bei der Commerzialbank Mattersburg geschlossen“, so Bürgermeister Haider.

Aufgrund der Einnahmenseinbußen von 2020, vor allem durch reduzierte Ertragsanteile, sind die Investitionen im nächsten Jahr eingeschränkt. Zur Sicherung der Liquidation wurde ein Darlehen mit einer Laufzeit von 25 Jahren und in Höhe von 450.000 Euro aufgenommen. „Die unvorhersehbaren, allseits bekannten Turbulenzen des heurigen Jahres haben unter anderem auch den Finanzhaushalt der Gemeinde durcheinandergebracht. Vor allem gehen durch die aktuelle Corona-Krise Einnahmen aus Ertragsanteilen und Kommunalsteuern verloren. Der Gemeinderat hat daher lediglich zwei größere Vorhaben für das nächste Jahr budgetiert.

Einerseits den Kanal- und Straßenbau, der für die Umsetzung der Parzellierung und Bauplatzverkäufe notwendig ist, und andererseits die Anschaffung eines E-Mobils“, heißt es seitens der Gemeinde. Für die Anschaffung des E-Mobils kann bis Ende 2021 eine Förderung von 50% aus dem EFRE-Programm in Anspruch genommen werden. Ebenso wird der Kanalbau mit 50% aus dem kommunalen Investitionsprogramm 2020 gefördert.

Erdarbeiten im neuen Siedlungsgebiet

Nach Ausschreibung der Arbeiten für die Abwasserbeseitigung und den Straßenbau im neuen Siedlungsgebiet durch den Projektanten Ingenieurbüro Wachter aus Eisenstadt, haben sieben Baufirmen Anbote eingebracht, die bei der Anbotsöffnung am 10. November 2020 verlesen wurden.

Der Projekt schlug aufgrund des Prüfungsergebnis vor, die Erd- und Baumeisterarbeiten für das Projekt „Lange Mühläcker“ an die Firma Porr Bau GmbH zum Anbotspreis von 222.036,48 Euro inkl. Steuer zu vergeben. Die Kosten verteilen sich im Ausmaß von 201.987,28 Euro auf die Abwasserbeseitigungsanlage und mit 20.049,20 Euro auf den Straßenbau (Unterbau und Befestigung mittels Asphaltbruch). Der Gemeinderat beschließt auf die Empfehlung des Vorsitzenden einstimmig dieses Vorhaben.