Draßburg will zur „Smart City“ werden

In Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit hat die Gemeinde viel vor. Klima- und Energiemodell wurde nun präsentiert.

Helga Ostermayer
Helga Ostermayer Erstellt am 30. April 2017 | 06:22
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Präsentation. Energiefachmann Andreas Schneemann, Vizebürgermeisterin Renate Tomassovits und Bürgermeister Christoph Haider (v.l.).
Foto: Helga Ostermayer

„Smart City“ ist ein Überbegriff für erneuerbare Energie, emissionsfreies Bauen und Elektromobilität. In diese Richtung will sich die Gemeinde Draßburg in Zukunft bewegen.

Der Ort nimmt in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit schon längst eine Vorreiterrolle ein. „Unsere öffentlichen Gebäude sind schon mit erneuerbarer Energie ausgestattet. Außerdem sind wir einer der ersten Orte burgenlandweit, der ein kleines elektrisches Gemeindefahrzeug in Gebrauch hat“, erklärt Bürgermeister Christoph Haider nicht ohne Stolz.

Die Elektromobilität im Gemeindefuhrpark soll aber, wenn es technisch durchsetzbar ist, durch den Ankauf weiterer, auch größerer Gemeindefahrzeuge, ausgebaut werden.

„Beim Häuserbau sollen moderne ökoschonende Dämmsysteme wie Zellulose, Schafwolle, Hanf oder Stroh das zur Zeit noch wesentlich preisgünstigere Erdölprodukt Styrophor ersetzen, das bei der Entsorgung problematisch ist. Auch Holzfassaden sollen mehr forciert werden. Das sind meine Zukunftsvisionen, auf die ich die Bürger hinweisen möchte“, lässt der innovative Ortschef wissen.

Photovoltaik-Projekt wurde vorgestellt

Vergangene Woche wurde bereits im Gemeindeamt ein Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsmodell, das zahlreiche interessierte Besucher anlockte, präsentiert. Dabei gibt es zwei Varianten – einerseits den privaten Hausbau mit Photovoltaikanlagen auf dem Hausdach, bei dem die Anlage, für die kein zusätzliches Geld in die Hand genommen werden muss, nach etwa zwölf Jahren in das Eigentum des Hausbesitzers übergeht, andererseits um eine reine Kapitalbeteilung mit Renditeausschüttung an Photovoltaikprojekten.

„Zahlreiche Interessenten haben sich bereits für ein detailliertes Gespräch angemeldet“, weiß Bürgermeister Christoph Haider.