Zemendorf-Stöttera/Draßburg ersteigerten Bankgebäude. Gemeinden Zemendorf/Stöttera und Draßburg kauften die ehemaligen Commerzialbank-Filialen in ihren Orten.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 21. Februar 2021 (03:34)
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Gabriela Artner, Martin Horvath , Roland Koller, Vize Andreas Bandat und Ortschef Christoph Haider.
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Die Gemeinden Zemendorf/Stöttera und Draßburg erhielten bei der Versteigerung die Zuschläge für die ehemaligen Gebäude der Commerzialbank in ihren Ortschaften.

Die Gemeinde Zemendorf/Stöttera hat schon konkrete Pläne mit dem leerstehenden Gebäude, sie will die Gemeindeverwaltung noch heuer in die ehemalige Commerzialbank verlegen. „Wir wissen nicht, wann genau der Umzug sein wird, aber er ist auf jeden Fall für 2021 geplant. In der nächsten Gemeinderatssitzung werden wir hoffentlich klären, wann genau. Ansonsten müssen wir nur noch die Fassade neu machen und entsprechende Einrichtung kaufen“, berichtet Bürgermeister Josef Haider. Das Gebäude wurde bei der Versteigerung mit 847.000 Euro bewertet. Wie viel die Gemeinde letztendlich gezahlt hat, wollte Bürgermeister Haider nicht sagen.

Ein „großer Wurf“, wie der Bürgermeister sagt, ist auch dem Draßburger Gemeinderat gelungen, denn die Gemeinde erhielt bei der Versteigerung der ehemaligen Commerzialbank-Filiale samt Parkanlage den Zuschlag. „Einige Bieter matchten sich um das attraktive Grundstück am Hauptplatz, jetzt fehlt nur noch die Unterschrift des Masseverwalters“, so Ortschef Christoph Haider, der sich über den Preis nicht äußern möchte.

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Bürgermeister Josef Haider übernimmt die Schlüssel des künftigen Amtsgebäudes.
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„Der Kauf war nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber realistisch gesehen war es eine sehr gute Entscheidung. Unsere Region hat in der letzten Zeit eine enorme Wertsteigerung bei Bauplätzen erfahren. Dieser Trend wird sich auch fortsetzen – vor allem bei Plätzen im Zentrum soll es für zukünftige Projekte gute Förderungen geben“, erklärt er. „Mit ein Grund für diese Entscheidung war aber auch, dass man Investoren verhindern wollte, die womöglich einen Mega-Wohnblock auf dieses Areal gebaut hätten. Selbst als Baubehörde hat man bei dieser Widmung relativ wenig Vetorecht für derartige Projekte“, ist er überzeugt.

Die Finanzierung für den Ankauf läuft vorerst über den Kassenkredit. Im März soll dann ein Darlehen aufgenommen werden, da man sowieso auch eine Straßensanierung und die Sanierung der Leichenhalle finanzieren muss. Mit dem neu erworbenen Grundstück hat die Gemeinde noch mehr Möglichkeiten für die Revitalisierung und Neugestaltung des Dorfzentrums.