Neuer Post-Partner für Neudörfl

Erstellt am 04. März 2018 | 06:06
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Service bleibt. Bürgermeister Heinz Heidenreich will den Vertrag mit der Post AG einhalten. Gemeindemitarbeiterin betreut Postservice mit.
 
Foto: NOEN
Im April soll der neue Post Partner eröffnen. Bis dahin können Hinterlegungen bei der Gemeinde abgeholt werden.
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Am 2. Februar schlug die Nachricht, dass der Post Partner „aufgrund von Unregelmäßigkeiten“ fristlos gekündigt wurde, große Wellen in Neudörfl. Von heute auf morgen wurde die Filiale geschlossen, und die Neudörfler mussten Hinterlegungen nicht zustellbarer Briefe oder anderer Poststücke über die Post-Partnerstelle im vier Kilometer entfernten Katzelsdorf abwickeln.

Seitdem suchte die Post AG nach einem neuen Post Partner und dies mit Erfolg: „Wir haben einen Interessenten gefunden und sind kurz davor einen Vertrag zu unterschreiben“, erklärt der Pressesprecher der Post AG Michael Homola.

„Pilotprojet, das wir in Neudörfl ausprobieren“

„Wir rechnen damit, die Postfiliale im April wieder zu öffnen“, meint Homola weiter. Nach Unterschreibung des Vertrages muss noch das neue Personal eingeschult werden und die neue Filiale eingerichtet werden.

Jedoch wurde bis dahin eine interimistische Lösung mit der Gemeinde gefunden. Der Vorschlag von Bürgermeister Dieter Posch (SPÖ), dass Hinterlegungen zwischenzeitlich von Mitarbeitern der Gemeinde im Rathaus abgewickelt werden können, wurde von der Post AG aufgegriffen.

„Dies ist ein Pilotprojet, das wir in Neudörfl ausprobieren. Zur Zeit wird eine Software in der Gemeinde installiert und so ein provisorischer Terminal errichtet“, berichtet Homola, der damit rechnet, dass es bereits Ende der Woche möglich sein wird, nicht zustellbare Briefe oder Pakete von der Gemeinde abzuholen. Nicht betroffen sind jedoch Briefe, bei denen ein Geldverkehr nötig ist, diese müssen weiterhin bei dem Post Partner in Katzelsdorf abgeholt werden.

„In der Gemeinde wird im Frontoffice ein Kasten installiert, hier wird es möglich sein die Unterschriften zu tätigen und es gibt eine Verbindung zur Post“, erklärt Posch, der jedoch nach wie vor der Meinung ist, dass die Privatisierung der Post zu Lasten der Nahversorgung ein Fehler war. „Wir bemühen uns, die Gemeindebürger zu entlasten. Dies ist aber eine Überbrückung, bis alles auf Schiene ist“, erklärt Posch abschließend.

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