Baustart für neues Seehotel in Weiden/See. 64 Zimmer mit 120 Betten im neuen „Seehaus“ sollen ab dem Frühjahr 2023 den Tourismus in der Seegemeinde Weiden am See ankurbeln.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 13. Mai 2021 (05:55)
Direkt neben Strandbad. Aufgrund der Begrenztheit des Grundstückes haben die Projektentwickler auf eine riesige Spa-Landschaft verzichtet, Sauna/Dampfbad, ein Fitnessbereich und ein Außenpool sollen den Gästen aber genügend Erholungsmöglichkeiten bieten.
„SEE.HAUS Weiden GmbH“

Aus der alten Pension „Seehaus“ – gelegen zwischen Restaurant „Zur Blauen Gans“ und dem Weidener Strandbad wird ein neues Boutiquehotel. Mit dem Abriss des Altbestandes in der vorigen Woche fiel der Startschuss für ein neues Tourismusprojekt in der Seegemeinde. Was von der alten Herberge bleibt, ist lediglich ihr Name.

Das neue „Seehaus“ soll der Tourismusgemeinde, die zuletzt mit einem Schwund von Gästebetten zu kämpfen hatte, wieder neue Impulse verschaffen. Das Boutiquehotel wird 64 hochwertig designten Zimmern mit 120 Betten Platz bieten. Das Hotelprojekt wird von der SEE.HAUS Weiden GmbH umgesetzt und betrieben. Geschäftsführer Stefan Bayer ist in der Region verankert und hat im Seepark Weiden auch schon das Sundeck-Projekt mit 28 Ferienappartements umgesetzt. Diese sind seit einem Jahr bezugsfertig.

Nachhaltiger Baustil. Alternative Energiesysteme, viel Holz und eine begrünte Fassade sind die Charakteristika des neuen Seehotels in Weiden.
„SEE.HAUS Weiden GmbH“, „SEE.HAUS Weiden GmbH“

Bis das neue Hotel nun seine ersten Gäste beherbergen darf, wird es noch etwas dauern. Angestrebt wird eine Eröffnung zu Ostern 2023. Die Bauarbeiten sollen jedenfalls schneller voranschreiten als die Planungs- und Genehmigungsphase im sensiblen Weltkulturerbe-Gebiet. Gekauft wurde das alte Gebäude bereits Anfang 2017. Bis zum Baustart mussten sämtliche Bewilligungen – darunter auch naturschutzrechtliche und wasserrechtliche Genehmigungen – eingeholt und das Projekt auch vom Welterbe-Beirat abgenommen werden. „Nun haben wir aber längst alle Bewilligungen zusammen. Nach den Erdarbeiten und Vorbereitungsarbeiten, die derzeit am Grundstück erledigt werden, wird es im September so richtig mit den Bauarbeiten losgehen“, erklärt Stefan Bayer. Im Juli und August werde man mit den Bauarbeiten aus Rücksicht auf die Tourismussaison pausieren.

Geplant wurde das Hotel vom Neusiedler Architekturbüro Halbritter & Hillerbrand. Das Gebäude mit einer Grundfläche von 1550 Quadratmetern zeichnet sich durch seine rundumlaufende begrünte Holzfassade und sein begrüntes Flachdach aus. Mit einem Erdgeschoss, einem Obergeschoss und einem Dachgeschoss orientiert sich die Höhe des Gebäudes mit unter zehn Metern am Restaurant „Zur Blauen Gans“ und am Seerestaurant „das Fritz“.

„Die Holzlamellen und die Begrünung der Fassade sollen gleichzeitig als Sonnenschutz fungieren“, beschreibt Bayer und betont den ökologischen Aspekt: „Es kommen nur alternative Energiesysteme wie Photovoltaik, Erdwärme und Luft-Wärmepumpe zum Einsatz.“ Außerdem solle im gesamten Betrieb Einweg-Plastikmüll reduziert beziehungsweise gleich vermieden werden. Das Hotel soll ganzjährig geöffnet sein.