20 km-Leitung als grenzübergreifendes Projekt

Gemeinsame Wasserversorgung: Österreichisch-Ungarisches Projekt geht in weitere Runde. Teilstück Pamhagen - Illmitz wird verhandelt.

Birgit Böhm-Ritter
Birgit Böhm-Ritter Erstellt am 15. Mai 2016 | 05:44
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Foto: NOEN, zvg
Das grenzüberschreitende EU-Projekt „Aqua Burgenland Sopron“ soll die Trinkwasserversorgung in Burgenland und im ungarischen Grenzraum absichern.

Während eine neue Wasserleitung von Neudörfl bis Mattersburg bereits in den Teilbetrieb gegangen ist, beginnen für den Bereich zwischen Pamhagen und Illmitz die Verhandlungen um die wasserrechtlichen Bewilligungen für den Bau.

Absichern gegen Trockenphasen und Rohrbruch

„Hier geht es um einen Übergabebehälter, in dem aus Ungarn kommendes Wasser kontrolliert und mit heimischen Wasser gemischt wird - und um eine anschließende 20 Kilometer lange Transportwasserleitung“, beschreibt Helmut Herlicska vom Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland den Projektabschnitt.

Der Baubeginn hängt von den ungarischen Partnern ab, Herlicska rechnet mit einem Start frühestens 2018. „Bei diesem Projekt gewährleistet eine gegenseitige Absicherung die Wasserversorgung. Vor allem in Trockenphasen oder wenn es zu einem Rohrbruch der schon in die Jahre gekommenen Wasserleitung kommt“, erklärt Pamhagens Ortschef Josef Tschida.

Das gesamte Wasserversorgungsnetz im Nord- und Mittelburgenland, sowie rund um Sopron wird im Rahmen dieses Projektes zusammengeführt.
 

Zum Thema:

„Aqua Burgenland Sopron“ gilt als europäisches Musterprojekt. 33 Millionen der 100 Millionen Gesamtkosten sind im Burgenland veranschlagt.