Neusiedl/See: Surf-Opening trotz Pandemie

Die traditionellen Surfbewerbe sollen mit kleinem Publikum – maximal 500 Leute täglich – über die Bühne gehen.

Erstellt am 25. März 2021 | 05:55
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Die Sportbewerbe sollen jedenfalls veranstaltet werden. Sollten aufgrund der Corona-Bestimmungen keine Zuschauer zum Surfevent zugelassen sein, will der Veranstalter die Bewerbe im Live-Stream übertragen.
Foto: M. Reiter, M. Reiter

Im Vorjahr wurde das traditionelle Surfopening am Neusiedler See zuerst in den Herbst verschoben und schließlich pandemiebedingt ganz abgesagt. Dieses Jahr will Veranstalter Georg Kloibhofer das erfolgreiche Event allerdings unter allen Umständen durchziehen.

Angekündigt wurde die Veranstaltung in der Vorwoche ohne viel Pomp nur in den sozialen Medien und auf der eigenen Website. Die Reaktionen reichten von großer Freude bis Skepsis. Angesichts der gerade wieder steigenden Infektionszahlen zweifeln selbst die Fans an der Durchführbarkeit zum gewohnten Termin Ende April.

Die Vorbereitungen für ein Surfopening mit hochkarätigen Wettbewerben am Wasser laufen allerdings und sind sogar beinahe abgeschlossen. Beschäftigt sei man gerade mit den Einreiseformalitäten für die angemeldeten Sportler, wie Kloibhofer im Telefon-Interview wissen ließ: „Ich gehe natürlich nicht davon aus, dass das ein Surf Worldcup wie immer wird“, relativiert der Eventmanager, „wir planen mit einem kleinen Publikum von rund 500 Besuchern am Tag.“ Zum Vergleich: In den besten Zeiten kamen über 100.000 Gäste an zwei Wochenenden zur Saisoneröffnung an den Neusiedler See. Heuer ist also nur eine Mini-Veranstaltung geplant und diese an nur einem Wochenende.

Das Rahmenprogramm wurde dementsprechend reduziert. Partys bis spät in die Nacht wird es keine geben. „Um 21 Uhr ist Schluss“, erklärt Kloibhofer. Einige Food-Trucks, gemütliche Sitzmöglichkeiten, eine kleine Shoppingmeile und ein Musikprogramm mit lokalen Musikern sollen aber schon für gute Stimmung im Strandbad sorgen. „So, dass man einen netten Tag am Strand verbringen kann. Aber ohne großes Halligalli.“ Um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, ist auch eine Teststraße vor Ort angedacht.

Ob die Pläne so umgesetzt werden können, steht allerdings noch in den Sternen. Die derzeit geltenden Corona-Bestimmungen machen Veranstaltungen mit Publikum momentan noch unmöglich. „Wir warten nun ab, wie die Bundesregierung entscheidet. Etwa eine Woche vor der Veranstaltung müssen wir festlegen, ob wir nur den sportlichen Teil oder auch das Rahmenprogramm durchziehen können“, erklärt Kloibhofer.

Dass die Surfbewerbe der EFPT – der European Freestyle Pro Tour – stattfinden werden, steht für den Veranstalter außer Zweifel. „Wir bewegen uns im Bereich des Spitzensports. So wie es Fußballspiele gibt, wird es auch die Surfbewerbe geben.“ Einige der Weltbesten hätten sich dafür bereits angesagt. Mit den Bildern ihrer spektakulären Stunts am Wasser will man vor allem nach der Veranstaltung Werbung für die Region machen. Im Vorfeld soll dagegen nicht groß die Werbetrommel gerührt werden. „500 Tagestickets werden ohnehin schnell verkauft sein“, glaubt Kloibhofer.

Unterstützung kommt vom Land Burgenland. Erstmals wird die Surf-Veranstaltung am Neusiedler See vom Sportreferat finanziell gefördert.