Dialyse in Frauenkirchen aufgestockt. Gerade rechtzeitig zum zweiten Geburtstag wird das medizinische Zentrum um zwei Behandlungsplätze erweitert.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 10. Mai 2017 (09:09)
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Gernot Paul und Bürgermeister Josef Ziniel feierten den zweiten Geburtstag des Dialysezentrums.
zVg

Vor zwei Jahren feierte das Dialysezentrum in Frauenkirchen seine Eröffnung. Bis zum Jahreswechsel wurden rund 5.200 Dialysebehandlungen durchgeführt. Nicht nur Patienten aus der Region, sondern auch Urlaubsgäste oder Rehapatienten, die in St. Andrä und Kittsee in Therapiebehandlung sind, nutzen das medizinische Angebot. Nun werden die Möglichkeiten auf der Station um zwei zusätzliche Behandlungsplätze erweitert.

„Im ersten vollen Jahr wurden 3200 Dialysebehandlungen durchgeführt. Damit sind wir eigentlich sehr rasch an unsere Leistungsgrenze gestoßen“, erklärt Gernot Paul, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie und ärztlicher Leiter im Dialysezentrum.

Zehn Behandlungsplätze zur Verfügung

Zehn Behandlungsplätze standen bis dato zur Verfügung. Damit war es möglich 20 Patienten aus dem Bezirk drei mal wöchentlich zu versorgen - jeweils zehn vormittags und zehn nachmittags. Eine Behandlung dauert zwischen drei und fünf Stunden. Dazu kamen rund 30 Gäste, die knapp 340 Blutwäschen bekommen haben.

„Mit dieser Erfahrung und den bereits im Vorjahr deutlich gestiegen Anfragen auch aufgrund eines hervorragenden Feedbacks aller Patienten haben wir uns Ende 2016 entschlossen, uns um eine Erweiterung unseres Angebotes um zwei Behandlungsplätze zu bemühen“, erzählt Paul. Diese Erweiterung wurde durch die Behörde nun positiv beurteilt. Dadurch kann die Maximalkapazität von 60 auf 72 Dialysebehandlungen pro Woche gesteigert werden. „Wir können in diesem Jahr deutlich mehr Gäste versorgen. Derzeit sind bereits über 400 Dialysebehandlungen angemeldet“, freut sich Paul über die größeren Möglichkeiten vor allem für Gastpatienten.

Um diese Aufgabe auch pflegerisch bewerkstelligen zu können, wurde eine zusätzliche Pflegekraft aus der Region eingestellt. Insgesamt arbeiten im Frauenkirchener Dialysezentrum acht Personen.