Kurhaus Marienkron: Wirbel um Baumrodung

Die Zufahrtsstraße zum Mönchhofer Kurhaus bot einen kahlen Anblick. 25 Bäume wurden nun nachgepflanzt.

Erstellt am 29. April 2021 | 04:23
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Gefällt. Die Geschäftsführung befürchtete, herabfallende Äste der kranken Bäume könnten Menschen verletzen.  
Foto: Facebook

MÖNCHHOF Das Kurhaus Marienkron liegt mit seinem gut gepflegten Park in einem kleinen Naturparadies. Sowohl Kurgäste als auch Einheimische nutzen die Anlage gerne für Spaziergänge. Nicht verwunderlich also, dass Baumrodungen in einem größeren Ausmaß sofort auffallen und Verwunderung auslösen. Im Fall Marienkron führte die Fällung von 50 Bäumen gar zu wüsten Beschimpfungen, wie Geschäftsführer Gunther Farnleitner berichtete.

Auf Nachfrage der BVZ erklärte er, warum die Rodung der Allee auf der Zufahrtsstraße notwendig geworden war. Die 50 Birken hätten ihre Lebensdauer erreicht und seien von Krankheiten befallen gewesen. „Birken sind eigentlich nordische Bäume. Je nach Standort werden sie 50 bis 100 Jahre alt. Die vergangenen Hitzeperioden haben den Bäumen stark zugesetzt. Wir konnten zuschauen, wie sie kaputt werden.“

Die 50 Jahre alten Bäume wurden nun durch Arten ersetzt, die an die klimatischen Bedingungen besser angepasst sind: Am Mittwoch wurden bereits Hopfenbuchen, Purpur-Erlen, Lederhülsenbäume und Spitzahorn gepflanzt. Die 25 Bäume werden allerdings nicht mehr doppelreihig gesetzt, „um ihnen mehr Platz zu geben“, so Farnleitner.

1.200 Bäume werden gepflegt

Der Geschäftsführer betonte, dass man in Marienkron sehr viel Wert auf einen gepflegten Park mit gesunden Bäumen lege. Man habe sogar einen eigenen Baumkataster erstellen lassen, jedes Jahr müssten allerdings Bäume gefällt und wieder nachgepflanzt werden: „Insgesamt haben wir rund 1.200 Bäume. Für ihre Pflege geben wir jährlich etwa 50.000 Euro aus.“