Szigeti-Sektkellerei als Green Building in Zurndorf. Norbert und Birgit Szigeti siedeln sich mit ihrer Sektkellerei in Zurndorf an. Die Inbetriebnahme wird im Frühsommer, die feierliche Eröffnung im August erfolgen.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 01. März 2020 (06:07)
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Durch großflächige Verglasungen wird die Kellerei die meiste Zeit von Tageslicht durchflutet. „So müssen unsere Mitarbeiter tagsüber nicht im Kunstlicht arbeiten. Wir sind der Meinung, die Mitarbeiter sind das Herz des Unternehmens. Ihr Wohlergehen hat für uns höchste Priorität.“
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„Die Umwelt ist ein Thema, das Teile der Gesellschaft spaltet. Wir aber werden verbinden. Deswegen entsteht aus einem Acker mit geringer Bodengüte nun ein Lebensraum zu Gunsten statt zu Lasten von Mensch und Natur. Mit sehr viel Aufwand, mit sehr viel Freude und aus eigenem Antrieb“, mit diesen Worten beschreiben Norbert und Birgit Szigeti, Sektkellerei A-Nobis (lat. für: von uns), die Intention und Philosophie hinter ihrem gemeinsam entwickelten Projekt.

A-Nobis Sektkellerei. Die Arbeiten für das Bauprojekt laufen auf Hochtouren: Die Inbetriebnahme wird im Frühsommer und die feierliche Eröffnung im August erfolgen. 25 Arbeitsplätze werden am neuen Standort in Zurndorf geschaffen.
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Der Baufortschritt sei im grünen Bereich: Die Inbetriebnahme werde im Frühsommer erfolgen, der feierlichen Eröffnung im August 2020 stehe somit nichts im Wege.

Attraktive und intelligente Architektur

Ist es möglich, Entwicklung und Schonung unter einen Hut zu bringen? Kann man bauen, ohne dabei der Natur etwas abzuringen – ihr dabei vielleicht sogar etwas zurückzugeben? Diese Fragen, dieser Ansatz war Grundlage der Planung des Großprojektes. Schnell war klar: Die Sektkellerei soll nicht nur in attraktiver, sondern auch intelligenter Architektur (Green-Building Bauweise) gebaut werden. Als grünes Gebäude (engl. green building) wird ein Bauwerk bezeichnet, das unter der vordersten Prämisse der Nachhaltigkeit entwickelt wurde.

„Die A-Nobis Kellerei zeichnet sich unter anderem durch eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material aus, während gleichzeitig schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt reduziert werden. Dieser Leitgedanke wird nicht nur theoretisch, sondern vor allem praktisch über alle Phasen des Gebäude-Lebenszyklus verfolgt“, erklärt Szigeti. Von der Grundstücksfläche von 30.000 Quadratmetern sei nur ein Fünftel verbaut worden (inklusive Parkplätze). Der große Rest werde mit viel Detailliebe vom Acker zum vielfältigen Naturlebensraum umgestaltet.

Auf einer Länge von 250 Metern werden alle Außenwände als natürliche Klimaanlage begrünt. „Eine Besiedelung durch Kleinstlebewesen ist somit auch hier garantiert. Auch der Wasserverbrauch wird dank modernster Technik geringstmöglich gehalten. Darüber hinaus ist der Betrieb bio-zertifiziert“, betonen Birgit und Norbert Szigeti.

100 Prozent grüne Energieversorgung

Ein Großteil der angekauften Fläche werde parkähnlich gestaltet. Unter dem Gesichtspunkt der Biodiversität werde dort einer Vielfalt von Lebewesen Raum geboten werden. „Wir setzen auch auf 100 Prozent grüne Energieversorgung: Auf 3.000 Quadratmetern Dachfläche wird eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Lediglich ein Drittel dieser sauberen Energie wird von uns, der Sektkellerei, benötigt – der Rest wird in das öffentliche Netz eingespeist“, legt Szigeti offen.

Der Hauptmarkt des Unternehmens liege in Österreich und in den Nachbarländern. „So werden massive Emissionen durch lange Exportwege vermieden.“

Auf die Anfrage der Umweltschutzorganisation „Alliance for Nature“ bei der Burgenländischen Landesregierung (die BVZ berichtete) angesprochen, antwortet das Unternehmerpaar: „Selbstverständlich haben wir sämtliche behördlichen Auflagen erfüllt und somit alle sämtlichen Genehmigungen für die Errichtung und den Betrieb der A-Nobis Sektkellerei.“