Neusiedl braucht einen vierten Kindergarten. Ausbau notwendig: Nach Bedarfserhebung steht fest, dass ab dann an die 40 Betreuungsplätze fehlen werden.

Von Pia Reiter. Erstellt am 29. Dezember 2017 (05:53)
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Kindergarten Kinder Zeichnen Malen Symbolbild
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Derzeit gibt es in den Kindergärten der Stadt 348 Kinderbetreuungsplätze, für 2018/19 sind laut Bedarfserhebung und dem nach vorgeschriebenen Entwicklungskonzept nach jetzigem Stand (ohne Berücksichtigung etwaigen Zuzuges) ausreichend Plätze vorhanden.

In den Jahren 2019/20 und 2020/21 steht die Stadtgemeinde aber vor einer Herausforderung: Hier liegt die Anzahl der Kinder, die einen Kindergarten besuchen bei voraussichtlich 380 beziehungsweise 415, was die Anzahl der vorhandenen Kapazitäten deutlich übersteigt. Der Grund: 2016/17 kamen in Neusiedl viele Babys zu Welt, die ab dann ins Kindergarten-Alter kommen.

Geburtenstatistik Neusiedl am See 2017
Starker Jahrgang. 2016 wurden in Neusiedl am See 89 Kinder geboren, nicht berücksichtigt ist dabei der Zuzug, darunter auch Jungfamilien mit Kindern, die einen Betreuungsplatz benötigen. Quelle Stadtgemeinde Neusiedl am See; Foto Vasilyev Alexandr/Shutterstock.com, Grafik Bischof
Foto Vasilyev Alexandr/Shutterstock.com, Grafik Bischof

„Der Bedarf ist da. Das blaue Haus am Taboki (Kindergarten am Tabor), eigentlich als Provisorium gedacht, ist permanent belegt und Neusiedl wird weiter wachsen“, erklärt Bürgermeisterin Elisabeth Böhm im BVZ-Gespräch.

„Wir brauchen Grundstück, Widmung, Planung - die Zeit läuft uns davon“

Auch im Gemeinderat war ein vierter Kindergarten, auch im Rahmen der Budgetdebatte, Thema. Für die Planung eines Kindergartens sind dort für das Jahr 2018 nämlich keine Ausgaben vorgesehen, was vor allem bei der ÖVP auf Kritik in Richtung SPÖ stieß.

„Wir brauchen Grundstück, Widmung, Planung - die Zeit läuft uns davon. Wer wird das in die Hand nehmen? Wie schaut die Finanzierung aus, wie hoch sind die Folgekosten? Außerdem ist, wie das Budget zeigt, pro Kindergarten mit 600.000 Euro Personalkosten für die Stadt zu rechnen“, erklärte Vizebürgermeister Thomas Halbritter. Grüne-Gemeinderätin Alexandra Fischbach regte an, ein gemeinsames Projekt mit einer Baugenossenschaft anzustreben.

Grundsätzlich waren sich alle Parteien einig: „Wir können nicht waren auf 2019, sondern müssen bereits 2018 planen, das ist eine Notwendigkeit.