Neusiedler bei Prag-Notlandung: „Kein guter Zeitpunkt“

Der Neusiedler Alexander Rupp war dabei, als ein Flieger statt in Wien in Prag landen musste. Der BVZ schildert er das Erlebte.

Pia Reiter
Pia Reiter Erstellt am 26. April 2017 | 05:51
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Froh. Reinhold Ullmann und Hager-Geschäftsführer Alexander Rupp nach der Notlandung in Prag.
Foto: zVg

Der Neusiedler Alexander Rupp war am Donnerstag von einem Geschäftstermin in Hannover nach Wien unterwegs, gestartet wurde mit einem Eurowings-Flieger bei strahlendem Sonnenschein um 17.09 Uhr.

Plötzlich meldete sich der Kapitän: „Aufgrund eines Zwischenfalls müssen wir so schnell wie möglich landen. Bitte schnallen Sie sich an.“ Sonst gab es laut Rupp keinerlei Information.

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Zwischenfall. Am Donnerstagabend musste ein Eurowings-Airbus in Prag notlanden. Die Landebahn wurde komplett gesperrt. Zehn Feuerwehrautos waren im Einsatz und suchten nach der Ursache. Foto: zVg
BVZ, zVg

„Da fragt man sich natürlich, was ist ein Zwischenfall - eine Bombe, ein Anschlag, ein technisches Gebrechen? Da gehen einen tausend Sachen durch den Kopf. Vor allem, wenn der Pilot Vollgas gibt und du das Gefühl hast, der fliegt jetzt um mein Leben“, schildert der dreifache Familienvater.

Die Situation im Flieger beschreibt er als gefasst, nur eine Frau habe immer wieder gefragt: „Müssen wir jetzt alle sterben?“ Als Rupp beim Sinkflug aus dem Fenster blickte, sah er Atommeiler auf sich zukommen: „Da habe ich gedacht, heute ist kein guter Zeitpunkt, um zu sterben. Denn eigentlich wollte ich am Abend mit meinem Sohn Max auf dessen 16. Geburtstag anstoßen.“

Nach der Landung in Prag war drei Stunden nicht klar, wie es weitergehen sollte. Schließlich hieß es, die Passagiere würden mit Bussen nach Wien gebracht. „Wir haben uns entschlossen, ein Mietauto zu nehmen“, sagt Rupp, der schließlich um drei Uhr Früh in Neusiedl ankam.

Mittlerweile steht fest: Die Maschine musste wegen Rauchalarms im Frachtraum notlanden. Die Feuerwehr konnte aber keine Brandspuren finden.