Nächtlicher Panzertransport durch Bruckneudorf

Erstellt am 25. August 2022 | 04:02
Lesezeit: 2 Min
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Mehrere solcher Transporter waren auf der B10 unterwegs.
Foto: privat
Nächtens war schweres Kriegsgerät auf der B10 unterwegs. Laut Ministerium ist dies gesetzlich gedeckt.
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Vergangene Woche rollten in der Nacht mehrere Lkw, beladen mit Panzern, auf der B10 durch die Gemeinden Bruck und Bruckneudorf. Für einige Anrainer Grund zur Beunruhigung.

Auf Anfrage beim Bundesverteidigungsministerium erklärt Pressesprecher dass es sich um einen routinemäßig genehmigten Transport der US-Armee von Deutschland kommend zu einer Übung nach Rumänien gehandelt habe.

„Das ist Routine“

Aufgrund der Baustelle auf der A4 sei die Abfahrt von der Autobahn behördlich angeordnet worden. Deshalb sei der Transport auf der B10 durchs Stadtgebiet unterwegs gewesen. Dass die Bevölkerung hinsichtlich solcher Transporte seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sensibilisierter ist als vorher, sei verständlich.

Krainer erläutert dazu: „Beim gegenständlichen Transit handelt es sich um einen der circa 3.400 genehmigten Transite pro Jahr am Landweg durch Österreich. Die überwiegende Mehrzahl fährt zu geplanten Übungen in NATO-Staaten oder retour. Das ist Routine.“

Als Grundlage für solche Transporte dient das 57. Bundesgesetz, das Truppenaufenthaltsgesetz, aus dem Jahre 2001, das die Ein-, Aus- und Durchfuhr von „Kriegsmaterial“ regelt und in Einklang mit der Neutralität steht. Aus verkehrstechnischen Gründen finden die meisten solcher Transporte in der Nacht statt.

„Es besteht also kein Grund zur Beunruhigung“, gibt Krainer Entwarnung. Allerdings besteht auch ein EU-Beschluss, dass solche Transporte nicht unbedingt genehmigt werden müssen.

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