Bub findet nach 40 Jahren verlorenen Ehering

Der 6-jährige Theodor Tschida machte – wie jetzt bekannt wurde – am Apetloner Badesee einen spektakulären Fund mit seinem Metalldetektor.

Klaus Zwinger
Klaus Zwinger Erstellt am 19. September 2021 | 05:41

Vor bereits eineinhalb Jahren wünschte sich der junge Apetloner Theodor Tschida einen Metalldetektor zu seinem sechsten Geburtstag. Seine Eltern erfüllten ihm seinen Wunsch gerne und hatten dabei auch gleich eine Idee, wohin der erste Ausflug mit dem neuen Metalldetektor gehen sollte - zum Apetloner Badesee.

Gleich beim ersten Mal auf Gold gestoßen

Und wie der Zufall es so wollte, stieß Theo bei seinem ersten Ausflug mit dem neuen Gerät binnen kürzester Zeit auf ein Signal. Ein Stich mit dem Spaten und ein Blick ins mitgebrachte Sieb offenbarten Unwahrscheinliches: ein goldener Ring!

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Es handelte sich jedoch nicht bloß um irgendeinen goldenen Ring, sondern um einen edel verzierten mitsamt Gravur auf der Innenseite. Das Geburtstagsabenteuer nahm Fahrt auf und die nächste Station der Familie Tschida war das Gemeindeamt Apetlon, wo man sich erhoffte, dass aus dem eingravierten Namen und Datum vielleicht Rückschlüsse auf den Besitzer gezogen werden könnten.

Besitzerin des Rings in Apetlon gefunden

Auf dem Gemeindeamt stieg die Spannung weiter, denn laut den Aufzeichnungen der Gemeinde fand an dem eingravierten Datum tatsächlich eine Hochzeit statt: Maria und Josef Fink heirateten am 14. Mai 1970 in Apetlon. Nach einem überraschenden Telefonat und einer abgegebenen Beschreibung des verlorenen Eherings durfte sich das Paar das Schmuckstück aus dem Gemeindeamt abholen. Maria Fink war mehr als überrascht, den Ring noch einmal in den Händen zu halten.

„Ich habe den Ring vor 40 Jahren, bald nach unserer Hochzeit, im Apetloner Badesee verloren. Dass ich ihn jetzt noch einmal wiederbekomme hätte ich nicht mehr gedacht.“ Und wie es der Zufall zu allem Überfluss so will, ist Theos Vater Markus Tschida sogar noch über zwei Ecken mit Maria Fink verwandt.

„Das ist schon wirklich eine wilde Sache. Hier sind ja auch viele Urlauber am Badesee, der Ring hätte im Prinzip irgendjemandem gehören können. Stattdessen gehört er der Cousine meiner Mutter. Sachen gibt‘s, die sind unwahrscheinlich“, so der Apetloner. Daraufhin folgten natürlich viele weitere Metalldetektor-Spaziergänge rund um den Apetloner Badesee, ein ähnlich spektakulärer Fund gelang ihnen an diesem Ort aber nicht mehr.