Bürgermeister Payer muss in Stichwahl

Erstellt am 04. Oktober 2022 | 18:29
Lesezeit: 3 Min
Während Ronald Payer die absolute Mehrheit im Gemeinderat knapp halten kann, bleibt ihm eine Stichwahl nicht erspart.
Werbung

 Ronald Payer (ÖVP), bereits seit drei Amtsperioden Bürgermeister von Apetlon, sieht sich in diesem Jahr erstmals mit einer Stichwahl um den Bürgermeistersessel konfrontiert. 

„Es ist für uns natürlich enttäuschend, dass wir jetzt in eine Stichwahl müssen. Wir sind aber voll motiviert, wollen Apetlon weiterhin gestalten und werden alles unternehmen, um das verlorene Vertrauen der Wähler wieder zurückzugewinnen“, gibt sich Payer kämpferisch. Die ÖVP verlor unter seiner Führung in der heurigen Wahl zwar 3,6 Prozentpunkte, kam aber ohne Mandatsverlust davon und kann nach wie vor die absolute Mehrheit im Gemeinderat halten.

„Für uns ist das natürlich schon jetzt ein super Wahlerfolg. Wir sind überglücklich, das neunte Mandat zurückgewonnen zu haben, sind total motiviert und nehmen den Schwung mit in die Stichwahl!“
Silvia Pitzl

Der SPÖ gelang es hingegen, 7,8 Prozent im Vergleich zur Wahl von 2017 aufzuholen und mit 41,5 Prozentpunkten das beste Ergebnis der SPÖ in Apetlon seit 2007 einzufahren. Die Stimmung von Kandidatin Silvia Pitzl ist auf dem Höhenflug: „Für uns ist das natürlich schon jetzt ein super Wahlerfolg. Wir sind überglücklich, das neunte Mandat zurückgewonnen zu haben, sind total motiviert und nehmen den Schwung mit in die Stichwahl!“

Entscheidend für die kommende Stichwahl am 23. Oktober wird sein, wohin die 110 Wählerstimmen der FPÖ in der Bürgermeisterfrage wandern werden. Pitzl kann nach dem ersten Wahlgang einen komfortablen Vorsprung von vier Prozentpunkten gegenüber Payer aufweisen, sie müsste nur einige FPÖ-Wähler von sich überzeugen, um den Bürgermeistersessel für sich beanspruchen zu können. Die FPÖ verlor unterdessen 4,2 Prozentpunkte und musste damit eines ihrer beiden Mandate an die SPÖ abgeben. Bezirkssprecher Mario Jaksch gab stellvertretend für den Kandidaten Christian Preiner in Apetlon und auch allgemein geltend für die FPÖ im Bezirk aus, dass ein durchgängiges Minus in einer Vielzahl von Ortschaften bestimmt niemanden erfreut, und dass es in weiterer Folge Veränderungen auf Landesebene geben müssen wird.

Werbung