Männer am Herd im "Gasthof zum fröhlichen Arbeiter"

Haubenkoch Martin Kugler sorgt in Apetlon für frischen Wind. Die BVZ bat das Team rund um Hannes Tschida zum Gespräch.

Bettina Deutsch Erstellt am 09. März 2018 | 04:45
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Gemeinsame Leidenschaft. Hausherr Hannes Tschida, Martin Kugler und Peter Kroiss zaubern traditionelle sowie moderne Kreationen.
Foto: BVZ, Deutsch

Im „Gasthaus zum fröhlichen Arbeiter“ der Familie Tschida haben seit 94 Jahren die Männer das Sagen am Herd, um die Erfolgsgeschichte des Familienbetriebs fortzuführen, wird das innovative Team von Hannes Tschida seit Anfang des Jahres von Martin Kugler (ehemals „Blaue Gans“) tatkräftig unterstützt.

Mit Urgroßvater Johann Tschida und seinem Schritt in die Selbstständigkeit wurde 1924 erstmals Gastronomiegeschichte geschrieben. „Damals haben sich die Arbeiter gerne hier getroffen, um nach der Lohnauszahlung ein Achterl Wein zu trinken. Das hat die Stimmung gehoben und so entstand der Zusatz „zum fröhlichen Arbeiter“, erzählt Elsa Tschida.

Tradition wurde bei Familie Tschida stets großgeschrieben

Auch wenn die Gaststube über die Jahre hinweg durch den Zubau des Speisesaals, des Wintergartens sowie der Vinothek kontinuierliche Erweiterung fand, wurde die Tradition bei Familie Tschida stets großgeschrieben.

Rund 30 Jahre nach Johann und Elisabeth übernahmen Heinrich und Katharina, wiederrum drei Jahrzehnte später Friedrich und Elsa das Zepter im Gasthaus in die Hand. Vor fünfzehn Jahren, ebenfalls rund 30 Jahre später, folgte Hannes nach seiner Ausbildung sowie ersten beruflichen Erfahrungen in etablierten Gourmettempeln wie dem „Plachutta“ in den elterlichen Betrieb.

Männer am Herd
Tradition in vierter Generation. Peter Kroiss, Gabriel Vörös, Elisabeth, Heidemarie, Friedrich, Hannes und Anja Tschida sowie Martin Kugler verbindet die Leidenschaft zur Gastronomie. 
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„Stillstand ist Rückstand“ so lautet sein Credo und deshalb steht die Weiterentwicklung im Seewinkel nach wie vor ganz oben auf der Tagesliste. „Unsere Küche ist bodenständig und traditionell, da wir jedoch gerne Neues probieren und uns vielerorts inspirieren lassen, mischen sich auch moderne Elemente hinzu. Zudem wird die Speisekarte alle zwei Wochen gewechselt“, verrät Hannes Tschida.

Der bunte Mix bringt Inspiration

Zur Umsetzung seiner Ideen hat sich der leidenschaftliche Gastronom vor rund einem Jahr den ebenfalls aus Apetlon stammenden Gourmetexperten Peter Kroiss mit ins Boot geholt. Der 28-Jährige, welcher zuvor im Steirereck in Wien sowie dem Vila Joya in Portugal tätig war, punktet mit Erfahrungen aus nationalen und internationalen Sternebetrieben.

Seit wenigen Wochen sorgt Haubenkoch Martin Kugler für frischen Wind in Apetlon. Der Golser, welcher bereits am Friedrichshof sowie in der „Blauen Gans“ in Weiden am See mit Expertise erfolgreich die Karriereleiter erklommen hat, freut sich auf die neue Herausforderung.

Dass sich der beständige Mix aus traditioneller und moderner Essenskultur bewährt, davon zeugen mittlerweile Auszeichnungen diverser Art. „In unserer Küche gibt es keine Rangordnung. Wir kochen gemeinsam und ergänzen uns in jeglichen Bereichen.

Das soll auch in Zukunft so sein und ich würde mich freuen, wenn ich nach drei Jahrzehnten das Zepter an die nächste und mittlerweile fünfte Generation übergeben kann. Bis dahin werden wir unsere Gäste weiterhin mit neuen und bewährten Kreationen überraschen“, offenbart Hannes Tschida abschließend.