Expertentipps: Wie Obstbäume veredelt werden

Erstellt am 04. März 2022 | 03:57
Lesezeit: 2 Min
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Utensilien, die zum Veredeln benötigt werden.
Foto: Foto Alles Apfel/Leeb
Im Moment dreht sich bei Österreichs Obstbauern alles um den richtigen Schnitt und um die Veredelung ihrer Obstbäume.
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Im Winter wird bereits der Grundstein für ein erfolgreiches Obstjahr gelegt. Albert Leeb, Apfelbauer aus St. Andrä am Zicksee: „Jetzt in der Winterruhe der Pflanzen ist der richtige Zeitpunkt, die Bäume zu schneiden, um einerseits die Fruchtbarkeit der Obstgehölze zu bewahren und andererseits altes, abgetragenes Holz zu entfernen!“

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Albert Leeb beim Baumschnitt.
Foto: Alles Apfel/Leeb

Neben dem Schneiden gibt es draußen im Moment auch noch die andere Arbeit des Veredelns der Obstbäume. Abgestorbene Bäume in den Anlagen müssen nachgesetzt werden, alte Bäume werden verjüngt. Um junge Bäume aber erst einmal zu haben, müssen diese veredelt werden. Wie das funktioniert, erklärt Albert Leeb am Samstag, den 5. März, ab 9 Uhr mitten in Parndorf direkt am „Markt der Erde“. Außerdem können Gäste hier auch ihre alten Apfelbäume veredeln lassen und so durch die neuen Bäume für den Erhalt der Sortenvielfalt sorgen.

Wer seine Lieblingsapfelsorte auch für die nachkommenden Generationen bewahren möchte, bringt zum Markt einfach beliebig viele Edelreiser (wenige Zentimeter langes Teilstück einer Rute einer Edelsorte) seines Apfelbaumes mit. Der Fachmann veredelt an diesem Markttag persönlich und direkt vor Ort exklusiv für Marktbesucherinnen- und -besucher.

Die Edelreiser des Apfelbaumes müssen einjährig sein: im Jahr 2021 gewachsene Äste, die mindestens 8 mm bis maximal 10 mm Durchmesser haben (bleistiftdick) und mindestens 10 cm lang und möglichst gerade gewachsen sind.

Die kleinen Apfelbäumchen können gleich mit nach Hause genommen und wieder im Garten gepflanzt werden.

Infos: www.allesapfel.at

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