Zicksee: Wasservögel leiden unter Hitzestress

Aktualisiert am 04. August 2022 | 15:43
Lesezeit: 2 Min
Bezirksjägermeister Hannes Mosonyi appelliert an Naturnutzer, die Vögel nicht aufzuscheuchen. Das erhöhe den Stress der Vögel enorm.
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Zicksee: Wasservögel leiden unter Hitzestress
Foto: BVZ

Von der momentanen Trockenheit im Seewinkel und den daraus resultierenden ausgetrockneten Lacken sind nicht nur Fische betroffen. Besonders Wasservögel leiden massiv unter der Hitze und ausgetrockneten Gewässern beziehungsweise den niedrigen Pegelständen.

Hannes Mosonyi, Bezirksjägermeister beschreibt die Situation als „dramatisch“. „Die Tiere leiden ähnlich wie wir Menschen unter der Hitze und versuchen ihren Temperaturhaushalt zu regulieren. Hart trifft es Wasservögel wie Enten und Gänse, die sich in den wenigen verbliebenen Tümpeln oft dicht drängen“. So seien viele Teiche in der Region um den Neusiedlersee und Totarme der Leihta oder kleinere Bäche ausgetrocknet, auch der niedrige Pegel des Neusiedler Sees mache den Vögeln zu schaffen.

„Die Tiere gehen meist an den Tagesrändern auf Futtersuche und suchen unter Tags Abkühlung - je weniger Wasserflächen dabei zur Verfügung stehen, desto enger rücken Gänse und vor allem Enten dabei zusammen. Ein ungewohntes aber durchaus erwartetes Bild. Jede Störung und Flucht schwächt die Tiere und sorgt für unnötigen Stress.

Daher rät Mosonyi, der auf ein baldiges Ende der Extremwetterlage hofft: „Am besten ist es, man lässt die Tiere in Ruhe und beobachtet sie aus größerer Distanz. Bitte nicht aufscheuchen! Den Tieren, auch wenn sie sich in den Restwasserflächen zu drängen scheinen, geht es den Hitze-Umständen entsprechend gut, wenn sie ihre Ruhe haben.“

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