Neusiedl: Spatenstich für innovatives „power2heat“. Die Energie Burgenland beginnt mit den Bauarbeiten für die schon preisgekrönte „power2heat“-Anlage.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 15. Mai 2019 (05:29)

Für ein bereits mehrfach ausgezeichnetes Projekt wurde vergangene Woche feierlich der Spatenstich gesetzt: Die „power2heat“ Anlage (die BVZ berichtete) soll bereits im Herbst 2019 in Betrieb gehen. Die innovative Anlage wird aus Windstrom Wärme produzieren. Die Voraussetzungen für ein in Österreich einzigartiges Projekt sind am Standort in Neusiedl am See mit dem bestehenden Biomasse-Heizwerk und dem großen Windpark prädestiniert.

„Mit dem Bau einer ‚power2heat‘-Anlage werden die beiden Energieträger durch eine Wärmepumpe intelligent gekoppelt und ermöglichen so den Ersatz von Gas- und Biomasse durch den Einsatz von Windenergie“, erklärte Michael Gerbavsits, Vorstandsvorsitzender der Energie Burgenland, im Rahmen des Spatenstichs.

„Die Vorschusslorbeeren aus der Branche ehren uns und legen gleichzeitig auch Druck auf.“Alois Ecker, Energie Burgenland Vorstandsdirektor

Bisher wurde Strom über mehrere Umspannwerke von den Windenergieanlagen abtransportiert und die Wärme vom Biomasse-Heizwerk über das Fernwärmenetz an die Haushalte geliefert. Teil des Projektes war der Bau einer Direktleitung zwischen dem Umspann- und dem Heizwerk, mit der der Windstrom zu den Hochleistungswärmepumpen transportiert wird. Diese Leitung wurde bereits verlegt.

Bürgermeisterin Elisabeth Böhm lobte das Projekt und bedankte sich für die innovative Arbeit durch Energie Burgenland: Es sei für die wachsende Stadtgemeinde mit ansteigenden Energiebedarf wichtig, dass es hier saubere, nachhaltige Energie gäbe und der viele Wind optimal genutzt werde.

Landesrätin Astrid Eisenkopf betonte die Bedeutung dieser Anlage, mit der das Burgenland wieder einen weiteren Schritt zur Erreichung der Klimaziele mache.

Schon bevor der Spatenstich überhaupt gefeiert wurde, erhielt die Energie Burgenland für die „power2heat“-Anlage zwei Auszeichnungen. Erst vergangenen Donnerstag durfte man sich im Projektteam über den Award bei der Mission Innovation Austria Week freuen, bereits im April erhielt die Energie Burgenland den Epcon Award.

„Die Vorschusslorbeeren aus der Branche ehren uns und legen gleichzeitig auch Druck auf. Wir werden das Projekt aber zu einem erfolgreichen Abschluss führen“, zeigte sich Alois Ecker, Energie Burgenland Vorstandsdirektor, selbstbewusst.

Die neue Anlage wird dem Biomasse-Heizwerk direkt angeschlossen. Die Bauarbeiten starten in etwa drei Wochen. 3,3 Millionen werden investiert.