Erich Scheiblhofer ist Winzer des Jahres. Die jährlich begehrteste Auszeichnung zum Winzer des Jahres, der Weinoscar unter den österreichischen Weinmachern, wird vom Falstaff-Magazin verliehen und geht heuer an den burgenländischen Pionier und Weinbauer Erich Scheiblhofer. Mit seinen fruchtbetonten Rot- und Weißweinen mit kräftiger Statur steht der Andauer Winzer für einen modernen, internationalen Stil.

Von BVZ Redaktion. Update am 26. August 2021 (12:51)
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Erich Scheiblhofer ist Falstaff-Winzer des Jahres.
Scheiblhofer

Mit seinem „2015 Batonnage“ erzielte der burgenländische Winzer bereits seltene 100 Falstaff-Punkte. Bei der großen Weinauktion in Zusammenarbeit mit dem Dorotheum wurde eine Flasche zuletzt um 270 Euro gehandelt. Sein „Big John“ ist der wahrscheinlich bekannteste Rotwein Österreichs. Jetzt darf sich Erich Scheiblhofer über eine weitere Auszeichnung freuen. Die Falstaff-Experten unter der Leitung von Wein-Chefredakteur Peter Moser küren den Weinbauer aus dem Seewinkel zum „Winzer des Jahres“.

„Erich Scheiblhofer gehört zu den großen Vordenkern und Vormachern des österreichischen Weinbaus. Er bleibt seinen Vorbildern aus der neuen Welt stilistisch verbunden und hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht“, gratuliert Falstaff-Herausgeber Wolfgang M. Rosam.

„Es ist unser Bestreben, den Konsumentinnen und Konsumenten den Zugang zu hochwertigen Weinen so unkompliziert wie möglich zu machen“, meint Erich Scheiblhofer.

International inspirierte Erfolgsgeschichte

Erich Scheiblhofer besucht die Weinbauschule, absolviert Praktika in Australien sowie Kalifornien und beschäftigt sich dabei mit den neuen „Supertuscans“ und Bordeaux. Nach seiner Rückkehr kreiert er mit Akribie und Leidenschaft gemeinsam mit seinem Bruder Harald Scheiblhofer den bekannten „Big John“ zu Ehren seines Vaters Johann Scheiblhofer. Die Cuvée legt den Grundstein für eine rasante Erfolgsstory. 

In Folge beschäftigt sich Erich Scheiblhofer mit reinsortigen Weinen aus internationalen Sorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon oder Shiraz. Mit nur 22 Jahren übernimmt er die volle Verantwortung für das väterliche Weingut und baut es im Eiltempo aus. Unter anderem errichtet er die „Hall of Legends“, eine große Multifunktionshalle als Lagerort für die stetig wachsende Zahl an Barriques und Veranstaltungsort. 2018 wurde das Weingut als „Great Place to Work“ ausgezeichnet, was Scheiblhofers Motivations- und Führungsqualitäten ein hervorragendes Zeugnis ausstellt. 

Schon früh setzte der Winzer auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Er betreibt einen Elektrofuhrpark und betreibt eine eigene Photovoltaikanlage, setzt sowohl beruflich als auch privat auf Regionalität und verzichtet zugunsten der Umwelt auf Klebeetiketten – die Flaschen werden im Siebdruckverfahren beschriftet. Demnächst eröffnet er in Andau sein Hotel „The Resort“ mit über 100 Zimmern und einem Spa- und Wellnessbereich. Im Vorjahr ließ er das erste Mal mit seinem Pop-up-Gastronomieprojekt „The Quarter“ aufhorchen. Weinkenner schätzen die seltenen und begehrten Sondereditionen wie „The Peak of Glory“ oder „The Great Bustard“. Ein großes Augenmerk legt der vielfach ausgezeichnete Weinbauer auf die Bekömmlichkeit seiner Weine, die nahezu alle histarminarm sind. Mit 85 Hektar Eigenfläche zählt das Weingut Scheiblhofer zu den größten des Landes.