Neuer Radweg in Weiden am See

Die Streifen für die Radfahrer im Bereich der Weidener Seestraße werden neben den Gehweg verlegt.

Birgit Böhm-Ritter
Birgit Böhm-Ritter Erstellt am 08. Juni 2017 | 05:00
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Unterwegs. Immer wieder kam es zu brenzligen Situationen zwischen Autofahrer und Radlern aufgrund der schmalen Radfahrstreifen auf der Straße.
Foto: BVZ

Die Gemeinde bereitet sich auf die erste Sommersaison mit dem neuen Seerestaurant „das Fritz“ vor. Das Lokal werde einen größeren Besucherstrom anlocken, als es der Ort aus den vergangenen Jahren gewöhnt sei, glaubt Bürgermeister Wilhelm Schwartz (ÖVP). Deshalb stehen noch Bauarbeiten im Bereich der Seestraße auf dem Programm.

„Wir müssen mit mehr Verkehrsaufkommen zum Strandgelände rechnen und müssen auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer schauen.“ Dementsprechend soll die Zufahrt zum Seebad sowohl für Radfahrer und Fußgänger als auch für Autofahrer neu geregelt werden. Vor allem unter Radfahrern herrschte Unsicherheit: Die Radstreifen rechts und links der Straße, wie es sie seit einigen Jahren gibt, wurden vor allem von Familien mit kleineren Kindern ungern genutzt. Die Folge: Radler wichen auf den Fußgängerweg aus.

Wege werden breiter, Bäume gefällt

Nun sollen die beiden Streifen für die Radfahrer links und rechts der Straße wieder entfernt werden. „Die Straße wird breiter, wodurch es möglich ist, sowohl rechts als auch links zu parken, wenn der Seebad-Parkplatz, an stark frequentierten Tagen, voll sein sollte“, erklärt Schwartz. Die Radler bekommen wieder einen Streifen neben dem Fußgängerweg. Allerdings werden beide Streifen verbreitert.

„So wie es vorgeschrieben ist, wird der Weg für die Fußgänger 1,5 Meter, der Radweg 2,5 Meter breit werden.“ Dafür müsse auf beiden Seiten Bankett weggenommen werden, im Zuge dessen würden auch morsche Bäume gefällt werden. Bei einigen ortet der Bürgermeister Gefahr in Verzug, er betont allerdings: „Für jeden gefällten Baum wird ein neuer gesetzt.“

Bauarbeiten ein Jahr vorgezogen

Die Umsetzung des Verkehrskonzeptes schon heuer kommt überraschend und wäre erst für 2018 geplant gewesen, verrät Schwartz im BVZ-Gespräch. Aufgrabungen für Wasser-, Gas-, und Glasfaserleitungen hätten den Fußgängerweg aber derart zerstört, dass die Erneuerung bereits heuer notwendig sei. Bis zum Ferienbeginn sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Auf 200.000 Euro werden sich die Kosten belaufen. Ein Nachtragsvoranschlag ist notwendig, denn im Budget 2017 ist die Summe nicht vorhergesehen.