Neues Gemeindezentrum für Pamhagen

Das neue Amtsgebäude mit Arztordination und Polizeiposten in Pamhagen soll bis Herbst 2022 fertiggestellt sein.

Erstellt am 16. Mai 2021 | 03:23
Bauarbeiter
Symbolbild
Foto: NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

PAMHAGEN Der erste Spatenstich wird in zwei Wochen sein, im Herbst 2022 soll das Gebäude dann schlüsselfertig übergeben werden. Schon seit 1990 wurde in Pamhagen immer wieder über ein neues Gemeindezentrum diskutiert, doch immer wieder fand man ausreichend Gründe, um sich letztendlich dagegen zu entscheiden. In den letzten Jahren wurde der Sanierungsbedarf des in den 1950ern errichteten Baus jedoch so groß, dass es dringend einer Entscheidung bedarf. Nach diversen Gemeinderatssitzungen kam man einstimmig zu dem Entschluss, dass eine Sanierung des alten Amtsgebäudes nicht rentabel wäre und man stattdessen in ein völlig neues Amtsgebäude investieren sollte.

Grundstück des Arzthauses war ideal

Infolgedessen wurden zwei unabhängige Architekturbüros beauftragt, um die benötigte Fläche mittels einer Kubaturstudie auszumachen und daraufhin den idealen Standort, im besten Fall bereits im Besitz der Gemeinde, für das neue Bauprojekt zu finden. Den besten Platz für das neue Bauvorhaben fand man schließlich auf dem Grundstück des derzeitigen Arzthauses, ebenfalls ein sanierungsbedürftiges Gebäude, wenngleich als Bau aus den 70ern noch ein wenig besser in Schuss als das derzeitige Amtsgebäude der Gemeinde. Für zusätzliche Parkplätze wandte man sich an den Pfarrer der Gemeinde, Dr. Titus Ifewulu, der in Rücksprache mit der Diözese Eisenstadt dem Verkauf einer Teilfläche von 500m² des Pfarrhofes zustimmte.

Arzt bis auf Weiteres in Containerpraxis

Die Arztpraxis von Dr. Hirschmann, auf deren Grund nun das neue Amtsgebäude entsteht, ist unterdessen ab Dienstag, dem 25. Mai in einer eigens errichteten, barrierefreien Containerordination in der Lindengasse 4 zu erreichen. Für die Zeit zwischen der Räumung des alten Arztgebäudes und dem Einzug in die Übergangspraxis wird auf die umliegenden Kollegen Dr. Limbeck in Wallern und Dr. Denk in Apetlon verwiesen. Sobald die Bauarbeiten am Gemeindezentrum abgeschlossen sind, wird die Containerpraxis weichen und Dr. Hirschmann im neuen Gemeindezentrum ordinieren.

Zusätzlich zu dem Amtsgebäude wird es auch neue öffentliche WC-Anlagen auf dem Gelände zwischen dem neuen Gemeindezentrum und der Aufbahrungshalle geben, da die vorhandenen WCs der Aufbahrungshalle nicht mehr den heutigen Standards entsprechen. „Dies soll vor allem bei den künftig hoffentlich wieder häufiger stattfindenden Festen auf dem Platz vor dem alten Feuerwehrhaus für Entlastung sorgen“, meint Bürgermeister Josef Tschida.

Geplant und ausgeführt wird das gesamte Bauvorhaben von dem Totalunternehmer WRS Energie- u. Baumanagement aus Graz. Das Unternehmen wurde nach einem fünfmonatigen Ausschreibungsverfahren aus drei Teilnehmern ausgewählt. Bürgermeister Josef Tschida legte großen Wert darauf, dass auch örtliche Betriebe in den Bau eingebunden werden: „Das war für uns ganz klar und auch eine vertragliche Bedingung.“

Finanziert wird das genau 4.264.800 Euro schwere Bauvorhaben über einen Kredit. Förderungen sollen nach Möglichkeit in Anspruch genommen werden.