Zwei Bezirke, eine Bezirkshauptfrau: Birgit Wagner in Doppelfunktion

Erstellt am 03. März 2022 | 05:16
Lesezeit: 3 Min
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Birgit Wagner pendelte in ihrer Laufbahn schon öfter zwischen den BHs Neusiedl und Eisenstadt.
Foto: zVg/Wagner
Birgit Wagner ist seit 1. März sowohl für den Bezirk Eisenstadt-Umgebung als auch Neusiedl am See zuständig.
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Birgit Wagner ist eine wahre Grenzgängerin, zumindest wenn man Bezirksgrenzen als Maßstab nimmt. Seit ihrer Beamtenlaufbahn und damit seit 1995 pendelt sie zwischen den Bezirkshauptmannschaften (BH) in Neusiedl am See und Eisenstadt hin und her. Seit 1. März ist sie sogar für beide Behörden zuständig.

Aber machen wir einen kurzen Blick zurück: Über fünfeinhalb Jahre leitete Wagner nun die Bezirkshauptmannschaft in Neusiedl. Diese Funktion übernahm sie von Martin Huber, der 2016 den Posten des Landespolizeidirektors antrat. Wagner wechselte damals von der BH Eisenstadt, wo sie als Stellvertreterin der Bezirkshauptfrau tätig war, in die Seestadt. Dorthin, wo sie sich auch schon während ihres berufsbegleitenden Studiums der Rechtswissenschaften ihre ersten Sporen verdiente. Neusiedl – Eisenstadt – Neusiedl und jetzt also wieder Eisenstadt.

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In Neusiedls BH hat Wagner mit Ulrike Zschech eine kompetente Vertreterin. Letztverantwortlich bleibt aber Wagner.
Foto: BBR

In der Landeshauptstadt wird sie nun – offiziell vorübergehend – mit der Vertretung der Behördenleiterin Franziska Auer betraut, die nach ihrem Urlaub ihren Ruhestand antreten wird. In der Neusiedler Bezirkshauptmannschaft wiederum soll Stellvertreterin Ulrike Zschech nun die Amtsgeschäfte managen. Die Letztverantwortung bleibt aber weiterhin bei Wagner. So lange, bis der Posten nach einer öffentlichen Ausschreibung nachbesetzt werden kann. Die Doppelbelastung für Wagner kommt zu einer Zeit, die nicht ungünstiger sein könnte. Schließlich befinden wir uns in einer Phase der Corona-Pandemie, in der extrem hohe Infektionszahlen registriert werden. „Was im Bereich des Gesundheitsreferats und des Krisenstabes einen enormen Aufwand mit sich bringt“, sagt Wagner, die die Pandemie beruflich als größte persönliche Herausforderung nennt.

Vor allem das Contact Tracing ist in den Bezirksbehörden weiterhin ein großes Thema. „Es bleibt enorm wichtig, wird allerdings zunehmend schwieriger, weil die Betroffenen häufig nicht mehr mit Sicherheit nachvollziehen können, wo tatsächlich die Infektionsquelle gelegen ist“, erklärt die Bezirkshauptfrau gegenüber der BVZ. Laut Wagner sei derzeit nahezu jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter der Neusiedler Bezirkshauptmannschaft in den verschiedensten Aufgaben im Corona-Management tätig. Die beiden Bezirke Neusiedl und Eisenstadt kennt Wagner jedenfalls gut. „Jeder Bezirk hat seine spezifischen Themenfelder, die das Burgenland so speziell macht. Im Wesentlichen kann man die Aufgabenbereiche der Bezirkshauptmannschaften aber gut miteinander vergleichen“, sagt sie.

Kleines Detail am Rande: Wagner stammt aus Winden am See, also jener Gemeinde im Neusiedler Bezirk, die direkt an den Eisenstädter Bezirk angrenzt. Grenzgängerin nun mit Doppelfunktion.

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