69 Raddiebstähle für Drogen

Erstellt am 31. Dezember 2021 | 06:11
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Foto: APA (Symbolbild)
40-jähriger Ungar pendelte in den Bezirk Neusiedl am See, um zu stehlen.
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Seit 20 Jahren bestimmen Drogen das Leben eines 40-jährigen Ungarn, was ihn auch immer wieder im Laufe der Jahre mit dem Gesetz in Konflikt brachte – sieben Mal im europäischen Ausland und zweimal in Österreich. Beim Verfahren am Landesgericht Korneuburg wegen schweren gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls, wo es um insgesamt 69 gestohlene Fahrräder ging, bekannte er sich unumwunden schuldig. Neben Wien waren der Bezirk Bruck an der Leitha und der Bezirk Neusiedl am See mit insgesamt zwölf Tatorten, darunter Neudorf, Bruckneudorf, Parndorf, Gattendorf, Zurndorf, Mönchhof und Gols, am meisten betroffen.

Fast ein Jahr lang, von 2. September 2020 bis zu seiner Verhaftung (inklusive Einbruchswerkzeug) am 4. August dieses Jahres, pendelte der 40-Jährige zwischen seiner Heimat und Österreich, um zu stehlen und sich mit dem Verkauf des Diebesguts Drogen zu beschaffen. Schwieriger verhielt es sich bei einem ebenfalls angeklagten 39-jährigen Landsmann, der lediglich bei zwei Raddiebstählen in Wien dabei gewesen sein will. Bei einer früheren Vernehmung bei der Polizei konnte er aber weitere Ortschaften nennen, wo er an Diebstählen mitgewirkt haben soll. Er habe das nur gesagt, um von den vernehmenden Polizisten in Ruhe gelassen zu werden; er kenne die Namen der Orte nicht. Seiner Glaubwürdigkeit standen zwölf Vorstrafen entgegen, unter anderem wegen erpresserischer Entführung, wofür er bis 21. Mai dieses Jahres seine Haftstrafe in Ungarn verbüßte. Auch seine wortkarge Verantwortung half dem Hilfsarbeiter nicht, Pluspunkte bei Richterin Lydia Rada zu sammeln.

Das Urteil lautete auf 24 Monate Freiheitsstrafe für den 40-jährigen Haupttäter und 26 Monate für den 39-jährigen Komplizen. Für den 40-Jährigen kommen jedoch noch sechs Monate - bisher bedingt - Freiheitsstrafe aus einer Vorverurteilung dazu. Die höhere Strafe für den Angeklagten mit den wenigeren Straftaten erklärt sich durch dessen gerichtliches Vorleben, den raschen Rückfall und seine wenig hilfreiche Einlassung: „Ich darf mir aussuchen, was ich verurteilen soll“, so Rada. Sie hielt sich an die polizeiliche Vernehmung und sah ihn in 24 angeklagten Fakten als schuldig.

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