19. März: Pfarren wählen ihre Vertreter. In der Diözese Eisenstadt werden in sieben Dekanate die Pfarrgemeinderäte für fünf Jahre neu gewählt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. März 2017 (06:36)
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Urnengang. Am 19. März werden in ganz Österreich die Pfarrgemeinderäte für fünf Jahre neu gewählt. Die Vorbereitungen darauf sind auch im Burgenland voll im Laufen.
BVZ, Diözese Eisenstadt

Alle fünf Jahre haben in der Katholischen Kirche die Gläubigen das Wort: So auch am 19. März, wo in den Dekanaten Pfarrgemeinderatswahlen stattfinden. Das Burgenland hat an die 180.000 Wahlberechtigte. Aktives und passives Wahlrecht hat man ab dem 14. Lebensjahr. Bei der Wahl 2012 haben 59.986 Personen am Wahltag ihre Stimme abgegeben. Das hat einer Wahlbeteiligung von 32,5 Prozent entsprochen.

Kombination aus Kandidatenliste und Urwahl

In der Diözese Eisenstadt gibt es drei Wahlmodelle. „Zur klassischen Kandidatenliste ist im Lauf der Jahre das Urwahlmodell hinzugekommen, bei dem Mitglieder der Pfarre in den Pfarrgemeinderat berufen werden und zuletzt hat sich eine Kombination aus Kandidatenliste und Urwahl entwickelt, das sogenannte Kombiwahlmodell“, erklärt Erich Unger vom Pastoralamt der Diözese Eisenstadt.

Der Pfarrgemeinderat ist ein von den Mitgliedern einer Pfarre gewähltes Gremium von Laien, das mit dem Pfarrer sowie Kaplänen, Diakonen und Pastoralassistenten das Leben einer Pfarrgemeinde und die Erfüllung ihrer seelsorglichen Aufgaben mitverantwortet. Vorsitzender des Pfarrgemeinderates ist der Pfarrer. Sein Stellvertreter ist der Ratsvikar, der aus dem Kreis der Pfarrgemeinderatsmitglieder gewählt wird.

Die Zahl der Mitglieder eines Pfarrgemeinderates hängt von der Größe der Pfarre ab. „Die Anzahl der Mitglieder des Pfarrgemeinderates ist abhängig von der Größe der Pfarre, bis zu 1.000 Gläubige sollten es mindestens sechs Pfarrgemeinderäte sein, bis zu 2.000 werden acht Mitglieder empfohlen und in Pfarren mit mehr als 2.000 Gläubigen sollte der Pfarrgemeinderat mehr als zehn Mitglieder umfassen“, erklärt Unger.

In regelmäßigen Sitzungen berät er, was zu tun ist, sorgt sich um die personellen, räumlichen und finanziellen Voraussetzungen der Pfarrgemeinde, legt Ziele fest und beschließt die dazu erforderlichen Maßnahmen. Durchführung und Überprüfung der Arbeit gehören natürlich auch zu den Aufgaben.

Jede Pfarre ist für das Melden des Wahlergebnisses selbst verantwortlich und kann das per Mail oder Telefon an das Pastoralamt am 19. März von 16 bis 22 Uhr tun. Die Veröffentlichung erfolgt durch Vermeldung in der Kirche oder per Aushang.