Aktion 20.000 schafft 100 zusätzliche Jobs

Erstellt am 30. November 2017 | 05:00
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Engagiert. Bürgermeister Wilibald Goldenits, Petra Beidl, AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl, Bürgermeister Erwin Preiner und Franz Denk bei der Informationsveranstaltung zur Aktion 20.000.
Foto: Pia Reiter
AMS will mithilfe von Gemeinden Arbeitslosigkeit bei über 50-Jährigen den Kampf ansagen, 18 Monate Förderung ist fix.
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„Für mich gibt es ja nichts“, diesen Satz hören Petra Beidl und ihre Mitarbeiter oft von Menschen, die über 50 Jahre alt sind und sich hilfesuchend an das Neusiedler AMS wenden, weil sie ihren Job verloren haben.

Mit Stand Ende Oktober waren hier 95 Frauen und 157 Männer schon länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. Genau diese Zielgruppe steht nun im Fokus.

Arbeitsplätze durch Kommunen

Bürgermeister und Vertreter aller 27 Gemeinden des Bezirks waren vergangenen Freitag ins Hotel Wende geladen. Konkret ging es um eine neue Förderoffensive durch das Arbeitsmarktservice (AMS). Wo der freie Arbeitsmarkt keine geeigneten Stellen aufweist, sollen die Kommunen einspringen und Arbeitsplätze schaffen.

Als Ansprechpartner für den Bezirk Neusiedl am See fungieren Petra Beidl und Franz Denk. „So hoch wie mit diesem Projekt wurde noch nie gefördert. Für eineinhalb Jahre übernimmt AMS 100 Prozent der Kosten. Dann sind die AMS-Mittel aufgebraucht“, erklärt Geschäftsstellenleiterin Petra Beidl und ergänzt: „Das erfordert sicher neues Denken, vielleicht ergibt sich für Gemeinden ja dadurch die Chance, Projekte umzusetzen, die bisher zu teuer waren.“

Die Gelder dafür sollen monatlich vom AMS an die Gemeinde fließen. Bedenken, die von Gemeindevertretern geäußert wurden, betreffen vor allem die Kosten nach Ablauf des Förderzeitraumes und die laut Gemeindeordnung verpflichtende Stellenausschreibung: „Da könnten sich dann andere unnütz Hoffnung machen“, so der Tenor. Zusätzlich zum Workshop für die Gemeinden, ist auch eine Informationsveranstaltung für die Zielgruppe 50plus geplant.

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