Gault & Millau 2022: Acht Hauben, ein „Geheim“-Tipp

Restaurantführer belohnt „alte Bekannte“ für Konstanz auf hohem Niveau.

Erstellt am 03. Dezember 2021 | 04:09
Lesezeit: 2 Min
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Gleich zwei Hauben für Oliver Wiegand und die „Blaue Gans“.
Foto: Böhm-Ritter

887 Restaurants wurden im neu erschienenen Gourmet Guide Gault & Millau Österreich 2022 aufgenommen.

Insgesamt wurden 1.336 Hauben in 711 Restaurants vergeben. „Man kann gar nicht genug betonen, welche Leistung es darstellt, in einem Krisenjahr, das noch dazu von einem bedrohlichen Mangel an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geprägt ist, ein derart hohes kulinarisches Level zu halten“, meint Herausgeberin Martina Hohenlohe.

Im Burgenland gibt es 18 Betriebe mit Hauben, sieben davon liegen im Neusiedler Bezirk. Überraschungen sind keine dabei. Es sind durchgehend alte Bekannte, denen es gelingt, ihr Niveau schon seit Jahren konstant hoch zu halten: „Restaurant am Friedrichshof“ in Zurndorf, „Zum fröhlichen Arbeiter“ in Apetlon, „Zur Dankbarkeit“ in Podersdorf, „Das Fritz“ in Weiden am See und die „Mole West“ in Neusiedl am See. Im Feriendorf Vila Vita kocht Michael Graf statt im „Vita Tella“ nun im neuen Lokal „Die Möwe“ weiterhin unter einer Haube.

Einer, der heraussticht, ist einmal mehr Oliver Wiegand, Küchenchef im Restaurant „Zur Blauen Gans“ in Weiden am See. Er ist derzeit der einzige Koch im Bezirk, der vom Gourmet-Führer – erneut – zwei Hauben verliehen bekommen hat. Gelobt wird der „gelungene Mix aus pannonischer und internationaler Küche“, die auch mit Extravaganz aufwarten kann. So steht etwa eine Kukuruz-Parmesan-Schaumsuppe mit Popcorn oder gebratenen Jakobsmuscheln mit Beeren-Minz-Salat auf der Speisekarte.

Österreichweit wird im Gault & Millau 2022 ein heimischer Wein hervorgehoben. Wie im Vorjahr kommt der Alternative Wein des Jahres nämlich wieder aus Gols. War es 2021 ein Tropfen des Weinguts von Heike und Gernot Heinrich, der diesen Titel verliehen bekam, so ist es im aktuellen Guide ein Wein von Claus Preisinger. Nämlich der „Grüne Veltliner ErDELGRAsundreBEN 2019“.

Übrigens: Als Tipp listet der druckfrische Restaurantführer auch ein Lokal in Preisingers Heimatort. „Heimlichwirt“ Peter Müller begeisterte die Tester mit Wirtshausküche mit „originellem Mix aus Finesse und traditioneller Bodenständigkeit“.